«Schweizer Journalist:in»: Promoartikel für die Neue

Magazin rollt schon mal den Werbeteppich aus.

Das höchste Gut im Journalismus ist – wer weiss es? Richtig, Glaubwürdigkeit. Die neue Co-Chefredaktorin des «Schweizer Journalists» heisst Charlotte Theile. Gleich mit der ersten Ausgabe des Jahres ist ihre Glaubwürdigkeit angekratzt.

Theile ist nämlich Gründerin des Storytelling-Kollektivs «Elephant Stories». Ihr Unternehmen ist noch jung – und braucht etwas Werbung. Sagen wir es mal so: In der Schweiz gibt es mehr Storytelling-Ideen als Elefanten in Afrika.  Im «Schweizer Journalist», oder wie man/sie/es jetzt schreiben muss: «Schweizer Journalist:in», wird «Elephant Stories» trotzdem gross vorgestellt. Sogar mit Anriss auf der Frontseite.

Ist das nicht etwas heikel, Frau Chefredaktorin Theile? «Elephant Stories habe ich im vergangenen Jahr gegründet und Anfang Februar öffentlich gemacht», schreibt sie zurück. Gemäss Informationen von ZACKBUM waren Theile und Samantha Zaugg aber bereits zu diesem Zeitpunkt zu den Nachfolgerinnen des gescheiterten David Sieber ernannt worden.

Sie habe das aktuelle Heft inhaltlich nicht verantwortet, schreibt Theile weiter. Das macht es nicht besser. Aber es zeigt einmal mehr auf, wie ihr Vorgänger arbeitete.

2 KOMMENTARE
  1. Peter Loosli
    Peter Loosli says:

    Selbst wenn sie die Story nicht initiiert hat: Wenn sie davon gewusst hat, hätte sie sie unterbinden müssen. Weil so ist das tatsächlich endpeinlich. Und dann noch dieses definitive «braucht». Autsch.

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  2. Interessierter Leser
    Interessierter Leser says:

    Man kann nur noch staunen. Merken die Macher (sorry: Macher:innen) nicht, wie deplatziert so etwas ist? Oder ist es ihnen einfach egal?

    Antworten

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