Wann trennt sich Keystone-SDA vom PR-Geschäft?

Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA erhält vom Bund einen Maximalbetrag von 2 Millionen Franken. Eine Verdoppelung der Subvention auf 4 Millionen ist derzeit in Ausarbeitung.  Mit dem Geld soll die regionale Berichterstattung der abgabefinanzierten Lokalradios und Regionalfernsehen gestärkt werden, heisst es in der Leistungsvereinbarung mit dem Bund. Um keine Angriffsflächen zu bieten und die Vereinbarung zu erfüllen, entschied der Verwaltungsrat der Nachrichtenagentur, das Drittgeschäft (PR und Corporate Production) einzustellen. Überhaupt wurde das PR-Geschäft von Keystone-SDA schon immer kritisch betrachtet. Der Dualismus von Nachrichten und Werbung ist eigentlich ein Unding.

Mitte Jahr seien PR und Corporate Production ausgegliedert worden, schreibt der Mediensprecher auf Anfrage. Drei Monate nach ihrer Abspaltung wirbt die Agentur aber immer noch mit ihren Angeboten („Veredeln Sie Content mit hochwertigen Inhalten“).

Und ob das die Agentur wirklich ausgegliedert wurde, muss hinterfragt werden. Am 17. September bewarb PR Keystone-SDA den „ultimativen“ Streaming-Service von Disney+. Die E-Mail ging an die Schweizer Redaktionen, die Adressen stammen aus dem Fundus von Keystone-SDA.

Der Mediensprecher schreibt: „Die Homepage von Keystone-SDA ist noch nicht nachgeführt. Die Anpassung erfolgt in den nächsten Wochen.“ Und der vor drei Monaten ausgelagerte PR-Bereich, der aber immer noch Keystone-SDA heisst und sich auch immer noch im gleichen Gebäude befindet, soll Anfang Oktober selbstständig werden. Einen neuen Namen gäbe es dann.

Wir bleiben dran.

Hinweis; In einer früheren Version stand, dass die Nachrichtenagentur bereits einen Maximalbetrag von 4 Millionen Franken erhält. 

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