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Strukturelle Subtilität oder Debilität

Dem Protest der Tagi-Frauen fehlt eine Kleinigkeit bis heute: ein einziges, konkretes Beispiel. Kann die «Medienwoche» helfen? Oder kennt sie einen guten Spruch von Fidel?

Das hier ist Trauerarbeit. Die Medienkritik ist in der Schweiz dermassen im Füdli, dass wir für jeden Mitstreiter dankbar wären. Aber schon länger in den Seilen hängend, verabschiedet sich nun auch die «Medienwoche» von ernstzunehmender Professionalität.

Dazu gehört, ein heftig debattiertes Thema konträr abzuhandeln. Vor allem, wenn mehr als ein Teilnehmer sich äussert. Gehört zur Primarschullektion des Journalismus. Kann man auch lateinern: audiatur et altera pars. Wussten schon die alten Römer.

Ist aber mit der zunehmenden Kuschel-Bubble-Echokammer-Wohlfühl-Idiotie immer mehr abhanden gekommen. Obwohl nur so, in der Debatte, Erkenntnis und Fortschritt möglich wäre.

Ein Gespräch aus dem Streichelzoo mit Mundmaske

Aber Widerspruch verletzt, verunsichert, könnte einen aus seiner Meinungsblase holen, wo man unter Luftabschluss verfault. Also lieber nicht. Deshalb geht die «Medienwoche» das Thema «Sexismus in der Medienbranche» wie im Streichelzoo an.

Marko Kovic und Christian Caspar (wer ist das?) geben Aleksandra Hiltmann (Mitinitiatorin des Tagi-Protests, Redaktorin), Nicole Döbeli («Landbote» und Mitunterzeichnerin) und Nadine Brügger (CvD Nachrichten der NZZ) Gelegenheit, ungehemmt, unbelästigt von kritischen Fragen Seifenblasen zu blasen.

Harte Antworten auf harte Fragen.

Die Oberflächlichkeit fängt schon bei der Vorstellung an. Nicole Döbeli wird als Mitunterzeichnerin des Schreibens identifiziert und als «Co-Präsidentin des Vereins Medienfrauen Schweiz». Mit dieser Nummer kam sie auch schon ins Schweizer Farbfernsehen; dabei ist dieser gut betitelte Verein nichts mehr als ein Jobsuche-Portal für rund 60 Medienschaffende.

Immerhin werden die drei Frauen mit einem Artikel des NZZ-Redaktors Lucien Scherrer konfrontiert, der das Problem mehr als Generationenkonflikt sieht. Eine dünne These, der man leicht widersprechen kann.

Strukturell und subtil: zwei Wortblasen ohne Inhalt

Widerspruch ist aber nicht so die Sache der Frauen und der «Medienwoche». Wie wenn drei Veganer über die Zubereitung eines Steaks diskutieren würden, herrscht unhinterfragtes Einverständnis, dass das Steak, Pardon, der «strukturelle Sexismus» in den Medien existiere, fatalerweise sogar «subtil».

Die beiden Begriffe «strukturell» und «subtil» sind fast immer Platzhalter für: konkret geht nicht. Da sich drei Veganer genauso wenig über ein Steak streiten wie drei Feministinnen über die Existenz von Sexismus in jeder Form, wäre vielleicht die Aufgabe der «Medienwoche» gewesen, wenigstens weitere kritische Stimmen hereinzunehmen.

Zum Beispiel einen anderen offenen Brief, der hier auf ZACKBUM erschienen ist und einige journalistisch-höflich formulierte Fragen an alle Unterzeichner des Protestbriefs gerichtet enthielt. Also auch an Hiltmann und Döbeli. Und an alle Nicht-Unterzeichner.

Aber von den über 100 persönlich angeschriebenen Frauen gab es nur Abwesenheitsmeldungen und zwei höfliche Antworten, dass frau nicht antworten wolle. Sonst herrschte eisernes Schweigen. Von inzwischen mehr als 100 Mitarbeiterinnen von Tamedia, die auf ihren Brief ultimativ Antworten einfordern.

Allerdings haben diese Fragen einen kleinen Nachteil: sie sind weder liebedienerisch, noch unkritisch. Es bräuchte vielleicht etwas Hirnschmalz, Fähigkeit zur Selbstreflexion und weitgehende Abwesenheit von Selbstgerechtigkeit und Opferrolle, um sich darauf einzulassen.

Lieber Kuscheln in der geschützten Werkstatt

Aus diesen Gründen ist die Nichtbeantwortung dieses offenen Briefs (was auch schon seinem nicht veröffentlichten Vorgänger passierte) aufschlussreicher und aussagekräftiger als das Gebabbel und Gebubbel in der geschützten Werkstatt «Medienwoche». Die sogar die naheliegenden, banalsten Frage den Teilnehmerinnen erspart: wenn es diesen zwar subtilen, aber strukturellen Sexismus in den Medien gibt, wieso ist es dann nicht möglich, ein einziges, nur ein Beispiel dafür konkret zu benennen? Und ist tatsächlich nur Tamedia ein Sündenpfuhl männlicher Neandertaler? Ringier, CH Media, NZZ und all die anderen nicht?

Und wieso benimmt sich die Führung von Tahamedia so bescheuert? Nachdem die Mitunterzeichnerin Claudia Blumer zunächst als Untersuchungsbeauftragte vorgestellt wurde, ist sie nun zur «Ansprechperson» degradiert worden; die Untersuchung übernehme eine externe Firma, deren Namen aber leider noch nicht feststehe.  Auf Deutsch: ist uns erst gerade eingefallen. Und: Liebe Dadamedia-Mitarbeiter, wer noch schnell etwas für seine Arbeitsplatzsicherung tun will, melde sich schleunigst bei Blumer.

Mehr Trauerarbeit wollen und können wir zurzeit nicht leisten. Wie sagte Fidel Castro immer so richtig: lieber allein als in schlechter Gesellschaft.

Ein Mann, ein Wort

In dieser mit allen Tricks und Untergriffen geführten Debatte braucht es eine klare Position.

Was 12 Prozent aller weiblichen Angestellten von Tamedia mit einem einzigen Schreiben hinkriegen: das Thema Frauendiskriminierung, Sexismus in den Medien ist mal wieder in aller Munde.

Worum geht es? Wohl jeder, ich auch, hat schon glaubhafte Beschwerden von weiblichen Angestellten gehört, dass ein Vorgesetzter unter Ausnützung seiner übergeordneten Stellung unsittliche Angebote gemacht hat. Das gemeinsame Abendessen zum «Kennenlernen». Bei Kerzenlicht. Der forsche körperliche Übergriff beim gemeinsamen Glotzen in den Bildschirm. Die anzügliche, nach Altherrenmief riechende Bemerkung.

Wir sind uns wohl einig, was widerlich und übergriffig ist

Oder noch übler: das Ankündigen einer Positionsverbesserung, vorausgesetzt, die Person im Abhängigkeitsverhältnis sei bereit, ihre Kenntnisse in Positionen vorzuführen, vielleicht in Nylons? Begleitet von anzüglichem Blick und schmierigem Lächeln. Wem es dabei nicht übel wird, ist wirklich ein Idiot.

Männerfantasie oder konsensuale Erotik.

Das alles ist widerlich, verachtenswürdig, muss sanktioniert, publiziert, denunziert werden. Dafür muss es entsprechende Strukturen geben, die allen Beteiligten die Möglichkeit zur Stellungnahme gibt, verifiziert oder falsifiziert und entsprechende Autorität zum Sanktionieren hat.

Handelt es sich möglicherweise um ein gröberes oder – wie man neudeutsch sagt – strukturelles Problem, dann hilft nur eine unabhängige Untersuchung von aussen. Wie zum Beispiel exemplarisch bei der deutschen «Bild», wo der Chefredaktor schwer in den Kugelhagel von diversen Vorwürfen geraten ist. Nun soll die renommierte Firma Freshfields Klärung bringen. Von aussen natürlich.

Das ist, ebenso wie bei Sexualdelikten in der Ehe oder allgemein mit nur zwei Teilnehmern, eine heikle und schwierige Angelegenheit. Genau wie das Opfer, meistens weiblich, aber nicht immer, die Opferrolle nur spielen kann, während der Täter in Wirklichkeit keiner ist, gibt es natürlich auch das Umgekehrte. Aber wie beiden Beteiligten gerecht werden?

Wer ist Täter, wer Opfer? Nicht das einzige Problem

Das ist ein Problem. Viel gravierender ist aber ein anderes. Sexuelle Belästigungen jeder Art, von wem auch immer, gegen wen auch immer, Diskriminierung aus welchen Gründen auch immer, das ist widerlich, ein Kampffeld, verdient Verachtung und Bestrafung.

Genauso aber auch, ein überhaupt nicht sinnvolles Kriterium anzuwenden, um Quotengleichheit, angebliche Gleichberechtigung und das Recht, jeden Zweifel an Anklagen als weiterer Ausdruck von Diskriminierung zu denunzieren, für sich in Anspruch zu nehmen.

Das ist schlichtweg Unsinn, negative Diskriminierung, eine Waffe im Kampf um bessere Positionen, mehr Geld, mehr Einfluss, mehr Macht.

Es ist das übliche rassistische Missverständnis, nur auf den Kopf gestellt.

Der da drüben ist blöd. Warum? Weil er dunkler Hautfarbe ist. Absolut bescheuerte Korrelation von zwei Eigenschaften, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Vor allem nicht im individuellen Fall.

Selbstverständlich gibt es auch Dunkelhäutige, die blöd sind. So wie es Blödis jeder Hautfarbe, in jeder gesellschaftlichen Stellung, in jedem Land, in jedem Alter – und bei jeder sexuellen Zuordnung oder Einordnung oder Selbstempfindung gibt.

Blöde gibt es überall, falsche Verknüpfungen aber auch

Es ist aber schlichtweg unlogisch, unhaltbar, eine contradictio in adjecto, ein Widerspruch in sich selbst, ein Junktim zu knüpfen nach dem Modell dunkelhäutig = dumm. Das Gleiche gilt für weiblich = diskriminiert. Das gilt noch mehr für weiblich = alleine berechtigt, sich als Opfer zu empfinden.

Das denaturiert und degeneriert zu diesen altbekannten Hilfskonstruktionen: hier wird nicht eine Tätigkeit oder ein Resultat kritisiert, sondern das Geschlecht der Tätigen ist ausschlaggebend. Der berühmte Satz zum männlichen Vorgesetzten: das kritisiert du nur, weil ich eine Frau bin. Oder der noch dümmere Satz: das kannst du als Mann gar nicht beurteilen.

Wenn nur gemeinsame, willkürlich gewählte Eigenschaften einen weitgehend herrschaftsfreien Diskurs zulassen würden, dann wäre Ende Gelände mit gesellschaftlicher Debatte zwecks Erkenntnisgewinn und Verbesserung der Welt.

Die Problematik der anonymen Beschwerde

Eine ganz üble Rolle spielt dabei die anonyme Anklage, die anonyme Beschreibung eines Übergriffs, einer Diskriminierung via Geschlecht. Greifen wir aus der jüngsten Auflistung ein Beispiel heraus: «Bis heute finden Kollegen es lustig, Sätze zu sagen wie:

«Da bei dir im Hintergrund schreit ein Kind, habe ich das mit dir gezeugt?»»

Gibt es solche Idioten wirklich bis heute? Im Plural? Wie heissen die? Gibt es mehr als eine Zeugin? Wieso wurde das nicht auf den vorhandenen Kanälen denunziert? Wurde das vielleicht nur deswegen aufgeführt, weil es das perfekte Titelquote abgibt, das dann auch prompt der «Spiegel» verwendete?

Wenn man diese Fragen stellt, wenn man das ganze Vorgehen für höchst problematisch hält, kann man dann auch guillotiniert werden, da man offenbar ein Sexist, Macho, Patriarch mit einem mittelalterlichen Frauenverständnis sei? Das kann ganz leicht passieren.

Gefangen im System

Und das ist dann die dritte und letzte Absurdität. No way out. Innerhalb dieses Systems kann man nur zustimmen. Oder schweigen. Aber Widerspruch welcher Art auch immer ist nicht möglich. Damit wären wir wieder völlig im Bereich des Glaubens, des Kanons, der unbezweifelbaren und nicht hinterfragbaren absoluten Wahrheiten angelangt.

Wohin das führt, wissen wir aus der Geschichte mehr als genügend. Hinzu kommen in diesem aktuellen Tamedia-Fall noch eine ganze Reihe von Ungereimtheiten, Merkwürdigkeiten, Gruppenzwängen, Wortführerinnen und Mitläuferinnen, die wir noch aufarbeiten werden.

Da hier der Besitz der einzig richtigen Wahrheit zu Hause ist? Aber nein. Im Gegenteil. Hier ist der Zweifel, das Hinterfragen, die Kritik an zu leicht Akzeptiertem zu Hause.

Tamedia: selber schuld, ihr Machoschweine!

Die toleranten Frauenversteher im Haus der politischen Korrektheit haben nun das Geschenk. Ein Protestschreiben von 78 Mitarbeiterinnen mit absurden Forderungen und Weinerlichkeiten.

Erst als ein paar der unterzeichnenden Frauen und Oberchefredaktor Arthur Rutishauser gegenüber ZACKBUM bestätigten, dass dieses Schreiben authentisch ist, konnten wir es glauben.

Denn wir hatten im Hinterkopf, dass ein begabter Imitator diesen vierseitigen «Protestbrief» nebst «Forderungen» verfasst haben könnte. Denn den Inhalt trauten wir nicht mal den 78 Unterzeichnerinnen zu.

Der uns vorliegende Brief hebt damit an, dass «erneut mehrere talentierte, erfahrene Frauen gekündigt» hätten. Aus «Resignation und Frust darüber», dass sich die Situation der Frauen in den Tamedia-Redaktionen nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert hätte. «Trotz anderslautender Statements.»

Dagegen teilte die Geschäftsleitung ebenfalls Freitagnachmittag den Zwischenstand bei der Arbeitsgruppe «Diversity» unter Leitung von Priska Amstutz, Unter-Co-Chefredaktorin beim «Tages-Anzeiger», mit. Hier wird unter anderem festgehalten, dass in der Geschäftsleitung von Tamedia das Verhältnis Männlein Weiblein «relativ ausgeglichen» sei. Noch besser: «Die Lohngleichheit wird regelmässig mittels Lohnanalysen überprüft. Diese zeigen, dass es keine Hinweise auf systematische Unterschiede gibt.»

Das Schreiben in seiner vollen Pracht: Schreiben_GL

Zustände bei Tamedia wie in Saudi-Arabien?

Aber laut dem Protestschreiben müssen in Wirklichkeit Zustände auf den Tamedia-Redaktionen herrschen, an denen Fundamentalisten, Burka-Befürworter und religiöse Irre ihre helle Freude hätten. Denn fast wie in Saudi-Arabien würden Frauen «ausgebremst, zurechtgewiesen oder eingeschüchtert». Schlimmer noch: «Sie werden in Sitzungen abgeklemmt, kommen weniger zu Wort, ihre Vorschläge werden nicht ernst genommen oder lächerlich gemacht.»

Kein Wunder, dass die Tamedia-Frauen so daran gehindert werden, ihre Arbeit «motiviert, hartnäckig, leidenschaftlich» zu machen. Also arbeiten sie offenbar demotiviert, kurzatmig und leidenschaftslos. Der Umgangston sei «harsch», oft auch beleidigend. Da soll doch «ein Mitglied der Chefredaktion» einer Redaktorin gesagt haben, «sie sei überhaupt nicht belastbar».

Da sämtliche Täter, Opfer, Gegangene oder noch Leidende nur anonym im schlechtesten «Republik»-Stil vorkommen, lässt es sich leider nicht eruieren, ob die Redaktorin nach dieser sexistischen, ungeheuerlichen Beleidigung notfallmässig ins Spital eingeliefert werden musste, sich seither in einer Burn-out-Klinik gesund pflegen lässt oder unter schweren Medikamenten arbeitsunfähig geschrieben wurde.

Das Problem bei Tamedia ist – «strukturell»

Auf jeden Fall, das Wort kennen wir aus allen Formen der Diskriminierung, die Probleme seien «strukturell». Aber, so wie «Black lives matter» vor allem in der Schweiz das unerträgliche Schicksal der Schwarzen deutlich verbessert hat, auch hier gibt man, Pardon, frau, sich kämpferisch: «Wir sind nicht bereit, diesen Zustand länger hinzunehmen.»

Nehmt das, ihr Macho-Männer an den Schalthebeln, hier kommen die Frauen und fordern. Selbstverständliches («wir erwarten, mit Anstand und Respekt behandelt zu werden»), natürlich eine «anonymisierte Umfrage», wo frau ungehemmt losschimpfen kann. Ein Kessel Buntes zusammen mit Absurditäten. Es soll und muss mehr Frauen in «Führungspositionen» geben, «neue strategisch wichtige Teams» sollen «von Anfang an mit mindestens einem Drittel Frauen besetzt werden». Dann natürlich das Übliche, Frauenförderung und eine Diversity-Beauftragte (oder ein -beauftragter, immerhin).

Aber was sind schon Forderungen ohne Ultimatum: «Wir erwarten bis zum 1. Mai 2021 konkrete Vorschläge zur Umsetzung unserer Forderungen.» Unterschrieben ist das Ganze von Salome Müller, der Meisterin des non-binären Gendersternchens, bis Andrea Fischer, altgediente, aber unauffällige Tamedia-Redaktorin seit über 21 Jahren. Allerdings: Was ist schon ein Ultimatum ohne Drohung? Wenn nicht, dann verstopfen wir mit Tampons das Männerklo? Da müsste doch etwas kommen.

Die Auflistung des täglichen sexistischen Grauens

In einem «Anhang» wird dann auf siebeneinhalb Seiten das unerträgliche Höllenfeuer mit Beispielen lodern gelassen, dem sich Tamedia-Redaktorinnen ausgesetzt sehen. Erniedrigungen, anzügliche Bemerkungen, sexistische Schweinereien, gar Schlimmeres erwartet hier der erschütterte oder voyeuristische Leser, je nachdem.

Beide werden bitter enttäuscht. Es ist eine peinliche, entlarvende, erbärmliche Auflistung von mehr oder minder dümmlichen Sprüchen, die in jedem grösseren Unternehmen gesammelt werden könnten. Jede wirklich unter männlicher Unterdrückung und primitiver Anmache leidende Frau würde sich darüber totlachen. Ein paar Müsterchen? «Du bist hübsch, du bringst es sicher noch zu was.»

«Als jemand das Thema Gendersternchen vorschlug, hiess es erst, es sei schon genug «Klamauk» zum Thema gemacht worden. Das richtete sich nicht per se gegen eine Frau, aber gegen die Art des gendergerechten, integrierenden Schreibens.»

«Bei einem Text, der ausschliesslich von der Perspektive junger Frauen handelte, sagte der ältere Vorgesetzte: «Es ist falsch, was du schreibst.»

«An Sitzungen wiederholen Männer oft die Ideen, die in den ersten 5 Minuten von Frauen des Meetings vorgebracht wurden. Die Männer ergänzen die Idee nicht, sondern sagen einfach dasselbe, ohne zu erwähnen, dass die Idee von Kollegin xy stammt.»

«Aber ihr seid doch mitgemeint, wenn man das generische Maskulinum benutzt.» – «Nein, ich fühle mich nicht mitgemeint. Du weisst nicht, wie ich mich fühle.» – «Ihr seid mitgemeint. Das ist historisch so.»

«Es wird uns Journalistinnen nicht zugetraut, entsprechend unseres journalistischen Instinkts und unserer Expertise Themen zu erkennen und journalistisch umzusetzen.»

«In einer Blattkritik wurde der Einstieg eines Textes über den historischen Frauenstreik kritisiert: «Wir sollten ob unserer Begeisterung nicht unser Urteilsvermögen aufgeben.»»

«Ich: «Verdienen Männer hier denn mehr als Frauen, wie ist es so mit der Lohngleichheit?» Antwort, schreiend: «Du musst den Vertrag ja nicht unterschreiben.»»

Habe ich das erfunden? Nein, unmöglich. Ist das ernstgemeint? Nun ja, das ist zu befürchten. Warum ist das so? Das kommt davon, wenn sich die beiden verzwergten Co-Unter-Chefredaktoren in feministischer Kampfschreibe überbieten wollen. Das kommt davon, wenn die Führung des Ladens jedes Mal zusammenzuckt, wenn eine weder des Schreibens noch der deutschen Rechtschreibung mächtige Redaktorin Schwachsinn wie die allgemeine Einführung des Gender-Sternchens, den Kampf gegen die Unterdrückung der Frau innerhalb und ausserhalb der Redaktion einfordert.

Wer noch nicht genug hat: Brief an CR_GL von 78 Tamedia-Frauen 05.03.2021

Wenn fehlgeleitete Verbal-Radikal-Feministinnen das Unterdrückungssymbol Verschleierung zum Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung in der Kleiderwahl umlügen, dabei sogar noch von führenden, männlichen Opportunisten unterstützt werden, wenn jede verbale Attacke zum sexistischen Übergriff umgedeutet wird, dann kommt es zu solchen Metastasen der abgehobenen Idiotie.

Dieses Bedürfnis nach usurpiertem Phantomleiden

Es ist diese Haltung des geliehenen Opferstatus, des Leidens an Phantomschmerzen, dieser Stellvertreterkrieg mangels echten Schlachten und Opfern, die Umdeutung von Nichtigkeiten zu Gewalttätigkeiten, die unglaublich nervt. Weil Redaktorinnen in der geschützten Werkstatt Tamedia auch gerne mal so richtig als fürchterlich unterdrückte, ausgegrenzte, misshandelte, sexistisch angegangene, ständig von Männergewalt, Vergewaltigungsversuchen und brutalster Unterdrückung leidende Frauen gesehen werden möchten.

Aber weil niemand sie so sieht, weil es nicht so ist, weil bei Tamedia jeder Vorgesetzte weiss, dass er ein Riesenproblem hat, wenn eine Mitarbeiterin die Kritik an ihrem völlig gescheiterten Text flugs als Ausdruck männlicher Unterdrückung von fraulichen Perspektiven umdeutet, wird dem Wahnsinn Tür und Tor geöffnet.

Wo zu viel Verständnis vorhanden ist – oder geheuchelt wird –, wächst das Unverständliche in den Himmel.

Wunderlich ist nur: Von allen Chefchefs abwärts bis zu Pygmäen-Chefs wie Mario Stäuble und anderen wird wortreich, erschütternd die vielfältige Unterdrückung, der Missbrauch der Frau, gerade in der Schweiz, angeprangert. Aber wenn es so schlimm ist, wie diese 78 Redaktorinnen behaupten, wenn es bei Tamedia täglich schlimmer wird, wieso haben denn all diese Frauenversteher, diese Kämpfer für Gleichberechtigung, diese unerschrockenen Kommentarschreiber gegen jede Form von männlichem Sexismus, das denn nicht in ihrem nächsten Umfeld bemerkt?

Wieso merkt das denn keiner der männlichen Kampffeministen bei Tamedia?

Da kann es nur drei Erklärungen geben. Die unterzeichnenden Redaktorinnen haben in ihrer Gesinnungsblase völlig den Bezug zur Realität verloren. Oder aber, sie wollen nun vereint jede Kritik an ihrem professionellen Ungenügen von vornherein verunmöglichen. Oder, alle männlichen Wortführer für die Sache der Frau sind in Wirklichkeit abgrundtiefe Heuchler.

Die Wahrheit dürfte aus all diesen drei Teilen bestehen. Selber schuld, aber wer möchte denn jetzt gerade ein männlicher Vorgesetzter sein, der einer weiblichen Untergebenen näherbringen muss, dass ihr Text schlichtweg Schrott, unbrauchbar, nicht zu retten, schwachsinnig, fehlerhaft, unlogisch, nicht durch Fakten abgestützt ist? Zudem Ausdruck einer mehr als schlampigen Recherche? Das arme Schwein sitzt fünf Minuten später – von einer Fristlosen bedroht – bei Human Resources und muss sich gegen den Vorwurf verteidigen, er habe die Redaktorin als Schlampe tituliert.

Wobei sie das atomare Argument über ihm explodieren lassen darf: «Wie auch immer, ich habe das aber so empfunden.» Und wer, ausser wir bei ZACKBUM, würde sich trauen, dieses 12-seitige Schreiben als Bankrotterklärung aller Anliegen, für die sich die Frauenbewegung zu Recht in den letzten hundert Jahren eingesetzt hat, zu bezeichnen?

Wer den Wahnsinn wuchern lässt, wird von ihm verschlungen

Denn es war, ist und bleibt klar: Es gibt gute Texte, mittelmässige Texte und Schrott. Dafür gibt es keine objektiven Kriterien, aber doch vorhandene. Keines dieser Kriterien hat mit dem echten oder eingebildeten Geschlecht des Autors zu tun. Lässt Tamedia diesen selbst gezüchteten Unsinn wirklich ausarten, dann wird das Haus bald einmal auch Fragen wie in Holland diskutieren müssen. Wer denn überhaupt legitimiert ist, über welche Themen wie zu schreiben. So wie dort ernsthaft debattiert wird, wer das pubertäre Gedicht von Amanda Gorman übersetzen darf. Wohl nicht eine weisse Frau mit ganz anderem kulturellem Hintergrund als die hinaufgejubelte schwarze Gebrauchslyrikerin aus den USA.

Die Tamedianerinnen wärmen einfach einen der urältesten demagogischen Kniffe auf diesem Gebiet auf. «Diese Arbeit ist unterirdisch schlecht.» – «Das sagst du nur, weil ich eine Frau bin.» – «Nein, das sage ich, weil die Arbeit ein Pfusch ist.» – «Du als Mann kannst das doch gar nicht beurteilen.» – «Doch, auch als weisser, heterosexueller, privilegierter alter Mann kann ich beurteilen, wie die Arbeit einer schwarzen, lesbischen, unterprivilegierten jungen Frau ausgefallen ist.»

Alle Apologeten eines Glaubens, einer Ideologie, einer Diktatur behaupten, dass es bestimmte Voraussetzungen braucht, um etwas beurteilen zu können. Sei das das Tragen eines Kopfschmucks, das richtige Verstehen eines heiligen Buchs, die dialektisch-materialistische Analyse der objektiven Klassenverhältnisse, die einem nur nach tiefen Studium der Werke von Marx/Engels zusteht – oder das Vorhandensein oder die Abwesenheit bestimmter Geschlechtsorgane oder Hautpigmente. All das ist immer wieder der gleiche Schwachsinn, der immer wieder besiegt werden muss.

Denn merke: Wenn man dem Wahnsinn nicht rechtzeitig und energisch Einhalt gebietet, dann will er die Herrschaft ergreifen. Oder die Frauschaft.

Oops, they did it again

Ist die Schweizerische Nationalbank ein Herrenclub, ladies and gentlemen?

Die Methode ist bekannt. Sexismus, Mobbing, Skandal. Hat die «Republik» schon mehrfach probiert, ist damit aber auch regelmässig auf die Schnauze gefallen.

Auch ihr Versuch, mit angeblich unbeaufsichtigten, schlecht ernährten und sonst wie gequälten Kindern beim grössten Schweizer Anbieter von Kitas zu punkten, war ein Griff ins Klo: alle offiziellen und externen Untersuchungen ergaben: nix dran, nix zu meckern.

Mal wieder Aufgewärmtes, frisch serviert

Nun probiert es die «Republik» mal mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Mit knapp 24’000 Anschlägen ist der Artikel für «Republik»-Verhältnisse geradezu schlank und rank. Er hat allerdings, wie schon der Versuch, mit dem aufgewärmten Bündner Bauskandal zu punkten, eine Vorgeschichte.

Denn ein gewisser Fabio Canetg publizierte am 2. September auf swissinfo.ch einen Beitrag über die SNB: «Es ist etwas faul bei der SNB. Es riecht nach Geschlechterdiskriminierung». Diese Aussage basiert auf einer Auswertung der Geschlechterverteilung in Führungspositionen. 117 von 145 seien von Männern besetzt, weiss Canetg. Also 81 Prozent, bei der US-Notenbank seien es lediglich 57 Prozent.

Klarer Fall, Diskriminierung. Und dabei spricht Canetg den Skandal gar nicht an, dass der Anteil von «divers» bei null liegt. Wobei, halt, der Skandal ist, dass Canetg dieser Skandal gar nicht auffällt. Wo die «Republik» doch selbst ihren launigen Gruss zu «Ladies, Gentlemen and everybody beyond» angepasst hat.

Warum nicht mal durchschütteln, mixen und neu einschenken?

Aber Scherz beiseite, wie es der Zufall so wollte, unterhält Canetg auch noch einen «Geldcast», und bei dem war Patrizia Laeri zu Gast. Genau, die Kürzestzeit-Chefredaktorin von CNN Money, zurzeit offen für Neues. Sie selbst kann sich über Frauendiskriminierung nicht wirklich beschweren, aber laut Canetg hätten sich dann ein rundes Dutzend Frauen bei ihr und ihm gemeldet, die von haarsträubenden Zuständen bei der SNB zu berichten wussten.

Da dachten sich Laeri und Canetg: he, wieso schütteln wir den Ursprungsartikel nicht mal gut durch, stecken ihn in den Mixer mit Auszügen aus anonymen Erfahrungsberichten, und fertig ist der Smoothie, der den «Republik»-Lesern runter geht wie ein Latte Macchiato, gebraut mit Kaffeebohnen aus Nicaragua.

«Steinzeitlich» und «autoritär» gehe es bei der SNB zu, weiss die «Republik», Thomas Jordan trage den Übernamen «Mr. Konservativ» und herrsche mit nahezu unbeschränkter Macht, zudem würden Leute mit «einer bestimmten politischen Richtung» gezielt befördert. Ich finde es ja auch bedauerlich, dass unser oberster Währungshüter nicht gelegentlich Salsa tanzt und nach sechs Mojitos nach Hause geschleift werden muss. Aber mit Sexismus hätte das noch nicht viel zu tun.

Eher ein leiser als ein lauter Sexismus

Das fällt gerade rechtzeitig auch den «Republik»-Autoren ein, also fahren sie fort, durch alles hindurch ziehe sich «ein manchmal leiser, öfter offenkundiger Sexismus. Der sich auch daran zeigt, dass bei der Nationalbank auf 8 von 10 Führungs­posten Männer sitzen.»

Das kann Sexismus sein, das könnte vielleicht auch damit zu tun haben, dass selbst aktuell nur 35 Prozent aller Studenten der HSG weiblich sind. Aber wie auch immer, es gibt genügend geschilderte Vorfälle, um anzunehmen, dass die SNB ein paar Probleme mit Frauen hat. Beziehungsweise mit deren Behandlung und Förderung.

Wer nun aber saftige Darstellungen übler Übergriffe erwartet, wird enttäuscht. Um «Skandal, Sexismus, Chauvinismus» und «strukturell verankert» zu krähen, das geben die Fallbeispiele eigentlich nicht her.

Fragen bei Bewerbungsgesprächen, die fehl am Platz sind, so zu früherem Einkommen oder der familiären Situation, die aber selbst von einem «Republik»-Experten allerhöchstens als «grenzwertig» bezeichnet werden, das ist zwar nicht gut, aber weit von einem Skandal entfernt.

Dann gibt es Klagen über «ganz normalen Alltagssexismus». Der äussere sich darin, dass Frauen unter Druck gesetzt würden, ein Vorgesetzter habe einmal einer Mitarbeiterin erklärt, wofür deren Geschlechtsorgane gut seien.

Die allgemein übliche Lohndiskriminierung

Schliesslich die in der gesamten Schweizer Arbeitswelt vorhandene Lohndiskriminierung. Das ist nun wirklich kein spezifisches Problem der SNB. «Die hier geschilderten Vorfälle wiegen schwer», urteilt die «Republik» in eigener Sache. Publizitätshungrige Politiker eilen natürlich herbei und kündigen gewichtig parlamentarische Vorstösse an.

Ohne einen einzigen der geschilderten Vorfälle verniedlichen oder bezweifeln zu wollen: Die SNB hat 937 Mitarbeiter. Dass es unter denen den einen oder anderen testosterongesteuerten Macho gibt, ist bedauerlich. Lohndiskriminierung per Geschlecht ist nicht nur bei der SNB ein Problem. Aber angesichts der geringen Zahl und der geringen Schwere der geschilderten Vorfälle hat SNB-Direktor Thomas Jordan natürlich recht, wenn er von inakzeptablen Einzelfällen spricht.

Dass sich weder er noch die SNB zu spezifischen, einzelnen Fällen äussern, ist keine Dialogverweigerung, sondern schlichtweg als Arbeitgeberpflicht vorgeschrieben.

Zwei Fragen drängen sich allerdings auf

Zwei Fragen stellen sich aber doch bei diesem Artikel: Fabio Canetg bezeichnet sich darin selbst als «Geldökonom». Da täte vielleicht eine Fortbildung not, denn mit seiner Behauptung, die SNB verwalte «ein Volksvermögen von 950 Milliarden Franken», würde er bei jedem Anfängerkurs an der HSG durchfallen.

Und müsste eigentlich von der Uni verwiesen werden, da er selbst auf Nachfrage sich nur artig für das Interesse bedankt und auf die Webseite der SNB verweist, wo als «Anlagevolumen» per Ende Juli 949 Milliarden Franken aufgeführt sei. Meiner Treu, wenn das die wissenschaftliche Zukunft der Schweizer Volkswirtschaft ist. Setzen, Strafaufgabe: Wir basteln uns eine doppelte Buchhaltung, schreiben links Aktiva und rechts Passiva und schauen, was rechts übrig bleibt, wenn man die Passiva von den Aktiva abzieht. Waseliwas?

Schliesslich ist dieser «Republik»-Artikel die Fortsetzung eines Werks für swissinfo. Sich selbst kopieren ist durchaus erlaubt, wenn auch nicht rasend originell. Aber im Kampf gegen Frauendiskriminierung muss die Frage erlaubt sein, wieso in der «Republik» die Mitarbeiterin, mit deren «Unterstützung» Canetg das Original schrieb, unerwähnt bleibt. Die Nachfrage nach der verschwundenen Mitarbeiterin am Artikel beantwortet Canetg einfach nicht. Auch auf die Gefahr hin, sich damit doch einem verschärften Sexismusverdacht auszusetzen. Stolz vermerkt Canetg im «Republik»-Artikel hingegen, dass ebenfalls der «Blick» über dieses Männerproblem bei der SNB berichtet habe.

Darf man das Inzucht nennen, oder wäre das irgendwie -istisch?

Wäre es wirklich ein Platzproblem geworden, wenn er erwähnt hätte, dass die «Blick»-Kolumnistin Patrizia Laeri, seine Mitautorin, in ihrer «Blick»-Kolumne seinen swissinfo-Artikel lobend erwähnte? Eingeleitet mit der vorwurfsvollen Schilderung, dass sich Thomas Jordan doch erfrecht habe, auf eine Reihe blöder Fragen von ihr bei einer Pressekonferenz höflich zu antworten: «Frau Laeri, diese Fragen meinten Sie aber nicht ernst?»

Wenn Jordan wüsste, wie knapp er da einem Sexismus-Vorwurf entkam, wo Laeri doch einen grünen Rock trug und sich nach der Nachhaltigkeit von SNB-Anlagen erkundigte.

Wie viele Mitarbeiter braucht es, um Externe Artikel schreiben zu lassen?

Sozusagen in eigener Sache noch zwei Bemerkungen zur «Republik». Trotz 50 Nasen auf der Payroll wurde dieser Artikel, mit dem das Online-Magazin mal wieder in die Schlagzeilen kommen will, von zwei Externen geschrieben. Genauso wie die Aufarbeitung des Wirecard-Skandals und seine Enthüllung in der «Financial Times» der Einfachheit halber von der FT übernommen wurde.

Wenn man alles zusammenzählt, hat die «Republik» in den vergangenen sieben Tagen 29 Stücke rausgepustet. Davon höchstens 27 eigene. Also nur unwesentlich mehr als ZACKBUM.ch. Was dort pro Monat so eine halbe Million kostet, hier bei drei Nasen null.

Wollen sich die Genossenschafter der «Republik» so nebenbei entmannen lassen?

Und so ganz nebenbei gibt die «Republik» bekannt, dass es mal Zeit für eine Statutenänderung sei. Nix wirklich Wichtiges, einfach eine Anpassung, Präzisierungen, you know, ladies and gentlemen. Darin versteckt wird die Budgethoheit von der Genossenschafterversammlung auf den Vorstand verschoben. Dessen Mitglieder auch nicht mehr jedes Jahr, sondern nur noch alle drei Jahre gewählt werden sollen.

So genossenschaftlich-republikanisch und basisdemokratisch soll es also bei der «Republik» künftig zu und hergehen. Erinnert irgendwie an die «Animal Farm» von Orwell, finde ich.

Man darf gespannt sein, ob die dafür nötige Zweidrittelmehrheit bei der Urabstimmung erzielt wird; sich die Genossenschafter also selber, Pardon, entmannen wollen. Wo doch die Finanzen nicht so wirklich die Kernkompetenz der «Republik»-Macher sind.