Beiträge

Der Stellenabauf von SRF

Ein doppelter Wappler. 

Der Eskimo kennt 40 verschiedene Wörter für Schnee. Unter anderem: Matsch, Pflotsch, Rutsch. Wer Kinder aufzieht, weiss: Es gibt 40 verschiedene Formen von Kinderweinen. 39 davon darf man guten Gewisses überhören.

Das gilt auch für die Tränen von SRF. Wegen fehlenden Werbeeinnahmen und «Transformationsprozess» müsse jetzt sogar der Staatssender sparen, hiess es im Herbst 2020. Es war vor allem ein politisches Weinen.

Vorgestern informierte der Sender, wie der geplante Stellenabbau vorankommt: «Stellenabbau bei SRF: Umsetzung der ersten Etappe».

Minus 84, plus 148

84 Stellen werden abgebaut, das ist die traurige Nachricht. Ist also auch das SRF in der Wirklichkeit angekommen? Nein, natürlich nicht. «Gleichzeitig ist auch der Bedarf an neuen Mitarbeitenden in einigen Bereichen – beispielsweise in der Technologie – höher als angenommen. Dadurch erhöht sich der Stellenaufbau auf 110 Vollzeitstellen, geplant war ein Aufbau von 89 Vollzeitstellen.»

SRF entlässt also 84 Stellen und baut 110 Vollzeitstellen aus. Zackbum wollte von SRF wissen, wie viele Voll-und Teilzeitstellen diese 110 bedeuten. «Diese Frage», so die Pressestelle, «lässt sich noch nicht beantworten, da die Stellen im Verlaufe der kommenden Monate besetzt werden.»

Gemäss Personalstatistik von SRF entspricht in Leutschenbach eine Vollzeitstelle etwa 1,35 Stellen. Im Klartext: Im ersten Stellenabbau der SRF werden unter dem Strich 64 Stellen zusätzlich geschaffen.

Im Herbst soll es übrigens zum zweiten Stellenabbau kommen. Für Lacher ist also gesorgt.