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SZ: Finde die acht Fehler

Passiert halt, wenn alle schon schlafen gehen.

Die Börse Frankfurt schliesst um 20 Uhr. Für Wirtschaftsjournalisten ist das ärgerlich. Sie müssen noch auf das letzte Zucken an der Börse warten, bevor sie den Text abliefern können. Da geht es ihnen nicht besser als den Kollegen vom Sport. Der Redaktionsschluss pocht immer lauter und die Korrektoren sind am Abend auch schon etwas müde oder bereits auf dem Weg nach Hause. Die grössten Fehler passieren dann bei den Titeln oder Namen.

Ein schönes Beispiel lieferte die Süddeutsche am Freitag ab. Es ging um Adidas. Verkauft das DAX-30-Unternehmen seine Tochter Reebok, ein grosser Sportartikelhersteller? Oder anders gefragt: Verkauft Adidas seine Tocher Rebook, eine noch unbekannte Firma, die sich vielleicht auf das Umbuchen von Flügen spezialisiert hat?

Acht Mal steht im Artikel «Rebook», sechs Mal «Reebok». Was gilt nun? Natürlich «Reebok», steht ja auch im Artikelfoto. Okay, die Leute vom Korrektorat lagen schon im Nest. Aber auch die beiden zeichnenden Journalisten Caspar Busse und Uwe Ritzer?

Acht Verschreiber in einem Dreispalter? Das schaffe nicht mal ich; ein halber Legahsteniker.