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CH Media lässt Mitarbeiter im Ungewissen

CH Media informierte am Donnerstag die Medien mit ihrem «Effizienzprogramm»: Bis Ende 2022 sollen 30 Millionen Franken eingespart werden. Bluten müssen alle. Grund ist für einmal nicht (nur) die Coronakrise und das serbelnde Werbegeschäft. «Die Weiterentwicklung des Bereichs Entertainment erfordern weiterhin hohe Investitionen», heisst es in der Mitteilung. Die im Herbst übernommene Fernsehgruppe 3+ reisst anscheinend noch tiefere Löcher als gedacht.

Im Unterschied zu anderen Medienkonzernen und ihren Sparübungen, lässt CH Media ihre Angestellten im Ungewissen. Die Stimmung auf der Redaktion muss momentan ziemlich mies sein. Auf die Frage hin, wie viele gehen müssen, weiss selbst die Medienstelle keine Antwort. «Der Grund ist, dass wir das noch nicht wissen. Auch die Geschäftsleitung nicht.» Die Geschäftsleitung soll keine Ahnung habe, wie viele Leute ungefähr gehen müssen? Weiss sie immerhin, wie viele Eier sie hat?