Das Geschäftsmodell Iso Rechsteiner

Keystone-SDA macht es klassisch. Man hält sich einen externen Kommunikastionsspezalisten.

Immer, wenn Keystone-SDA Jobstreichungen verkünden oder einen Fehler eingestehen muss, ist Iso Rechsteiner zur Stelle. Er ist der Mann fürs Grobe. Dabei war der 53-Jährige nur als Übergangslösung nach der Fusion der Nachrichtenagentur SDA mit der Fotoagentur Keystone gedacht. Noch vor gut zwei Jahren liess Keystone-SDA verlauten, man suche eine Fachperson für die interne und externe Kommunikation. «Wir sind kein Unternehmen mehr, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit agiert. Wir merkten, dass ein Unternehmen in dieser Art und mit dieser Öffentlichkeit einen Profi innerhalb der Gruppe braucht», sagte damals Ueli Eckstein, Verwaltungsratspräsident der Keystone-SDA, gegenüber persoenlich.com. Gerade während der Transformationsphase müsse jemand im Unternehmen verankert sein. «Für einen externen Berater ist das schwierig, er muss sich sämtliche Informationen beschaffen.»

Keine überzeugenden Erfahrungen

Doch die verpflichtete Inhouse-Lösung, Nadine Schumann-Geissbühler, ging schon während der Probezeit wieder. Nun zauberte man allen Beteuerungen zum Trotz wieder Rechsteiner aus dem Hut. Warum dieser Salto rückwärts?  ZACKBUM.ch hat nachgefragt. Auskunft gibt Jann Jenatsch, stellvertretender Geschäftsführer und ehemals Chef der nun mit der Schweizerischen Depeschenagentur fusionierten Fotoagentur Keystone. Grund seiner Stellungnahme: «Normalerweise ist Iso Rechsteiner für die externe Kommunikation zuständig. Da sich Ihre Fragen jedoch auf seine Person beziehen, beantworte ich für einmal die Anfrage». Tatsächlich sei die Stelle vor zwei Jahren ausgeschrieben und auch besetzt worden. «Die Erfahrungen mit der internen Lösung waren jedoch nicht überzeugend. Aus diesem Grund stützen wir uns bei der Kommunikationsberatung wieder auf Iso Rechsteiner», so Jenatsch. – «Falls die Stelle noch nicht besetzt ist: könnte es sein, dass der bislang mit dem Mandat beauftragte Iso Rechsteiner gar kein Interesse hat, etwas an der Situation zu ändern, weil er so sein Mandar behält?» Nochmals Jenatsch: «Wir haben kein Interesse daran, an dieser Situation etwas zu ändern. Die Zusammenarbeit ist gut eingespielt und hat sich bewährt.»

Ein Beispiel für die klassischen Seilschaften

Experten beurteilen eine solche Lösung also durchaus erfolgreich. Gerade bei Keystone-SDA, wo harte Sparrunden und Entlassungen anstehen, macht eine externe Lösung Sinn. Die Wut und der Frust der Mitarbeitenden entlädt sich zwar oft am Überbringer der schlechten Botschaft – dieser ist wie im Fall von Iso Rechsteiner aber schnell wieder weg, und ist in der Firma nicht fassbar.

Rechsteiner soll’s recht sein. Er ist seit gut zwei Jahren Partner in der PR-Agentur Kommunikationsplan. Vorher stand der studierte Germanist und Theologe viele Jahre im Dienste der SRG. Er war Leiter Regionalredaktionen Schweizer Radio DRS und Direktor Schweizer Radio DRS. Eigentlich logisch, gehören nun zu den Kunden von Kommunikationsplan neben Keystone-SDA die SRG, SRF, die schweizerische Post, Verbände von öffentlichen Institutionen, sowie der Werbevermarkter Admeira. Es sind die klassischen Seilschaften. Wie sagte es Jann Jenatsch: «Die Zusammenarbeit ist gut eingespielt und hat sich bewährt.»

Geld her, oder …

Wer sagt das? Richtig geraten, natürlich die «Republik».

In den guten alten Zeiten hätte das die NZZ einen «ordnungspolitischen Zwischenruf» genannt. In den schlechten aktuellen Zeiten stösst den die «Republik» aus. Denn es geht mal wieder ums Geld.

Um die Verteilung von Geld, genauer gesagt: von Steuerfranken. Und wenn es um leistungsunabhängige Finanzierung geht, dann ist die «Republik» aus Prinzip dafür. Also macht sie das, was sie am besten kann.

Nämlich den Dreisprung. Erster Hopser: Die Lage ist ernst und kritisch. Zweiter: Wir trotzen den widrigen Umständen. Dritter: dafür brauchen wir alle Kohle, die wir kriegen können.

Zusammenbrechendes System

Deshalb wendet sich die Dame der «Republik»-Verlagsetage an die «sehr geehrten Damen und Herren in der Verlagsetage». Nicht an «Ladies and Gentlemen», daran merkt man, dass Seibt nicht der Ghostwriter war. Wobei, mit 9500 Zeichen hat das Schreiben doch die übliche Überlänge.

Was will uns also die Präsidentin des Projekts R sagen? Nun, sie vollführt den Dreisprung. Erster Teil: «Schliessungen, Entlassungen, Fusionen als Folge von Spar­runden und Konkursen. Das System bricht vor unseren Augen zusammen.» Hui, das ist übel.

Aber vielleicht gibt es Hoffnung: «Der Strukturwandel findet statt – und es ergibt keinen Sinn, die bestehenden Medien einfach durchzufüttern.»

Bestehende und fast nicht bestehende Medien

Genau, und da die «Republik» schon mehrfach ein fast nicht mehr bestehendes Medium war, ist sie besonders dazu berufen, sich klar für staatliche Subventionen auszusprechen.

Davor macht aber die Präsidentin noch einen Ausfallschritt. Denn: «Die Republik ist kein Beweis, dass es keine Online-Förderung braucht.» Schlimmer noch: «Das Beispiel ist Unfug.» Sehr wahr, werden da die Spender und Abonnenten der «Republik» sagen.

Nun werde das Subventionspaket demnächst im Nationalrat verhandelt, und vorher hat die zuständige Kommission «überraschend» beschlossen, die Online-Förderung abzukoppeln. Falls das der Nationalrat so durchwinkt, wäre «das ein harter Schlag für die Zukunft der Medien­branche».

Will die «Republik» denn Staatsknete?

Aber eigentlich für die «Republik», denn die habe sich das «ehrgeizige Ziel» gesetzt, eine Erneuerungsrate der Abos von 75 Prozent zu erreichen, was gleichzeitig bedeutet, ein paar tausend Neuabos reinzuholen.

Also bislang ging das Erreichen ehrgeiziger Ziele nie ohne Bettelaktion ab, können da die Sympathisanten der «Republik» aufatmend das Portemonnaie stecken lassen, weil dann Staatsknete flösse, sollte der Nationalrat auf die «Republik» hören und die Online-Subventionierung wieder ins Paket nehmen?

Jetzt kommt der Clou, statt des dritten Sprungs gibt’s eine Bauchlandung: Würde die «Republik» denn solche Subventionen annehmen? Da «sind wir noch völlig unentschieden».

Ein uneigennütziger Kampf

Au weia, sagt sich der vorausschauende «Republik»-Unterstützer, bis diese Unentschiedenheit ausgeräumt ist, komme wieder ich an die Kasse. Womit er wohl Recht hat.

Denn die Verlagsetage der «Republik» ist völlig uneigennützig. Sie kämpfe für die Online-Subventionen «nicht unsertwegen. Sondern weil die Medien das Paket brauchen. Und die Demokratie die Medien». Wobei es bekanntlich nur ein Medium gibt, das die Demokratie sogar retten kann. Aber nur ungern mit weniger als 10’000 Zeichen.

Züritipp mit Bart

Der neue Züritipp überrascht mit lahmen Texten

Priska Amstutz irrt sich. Die Co-Chefredaktorin des Tagi schreibt im Editorial zum neuen «Züritipp»: «Wir wollen mit dem neuen Züritipp in dieser Zeit Mut machen.» Im Grundkonzept des Veranstaltungshinweiser sollten aber spannende Tipps und lockere Texte vorkommen, keine lieben Botschaften.

Den Artikeln in der ersten Ausgabe sieht man an, dass sie sechs Monate lang in den Redaktionsräumen lagen. Sie haben ziemlich Bart bekommen:

«Die Idee, eine Informations- und Netzwerkplattform für einen ganzheitlichen Start in den Tag zu entwickeln, sei schon letztes Jahres entstanden (…)»

«Diese Reduktion auf das Wesentliche sieht Frei vor allem in der aktuellen Corona-Situation auch als Chance (…)»

Michèle Roten konnte als Kolumnistin gewonnen werden. Ihr erster Text ist eine Enttäuschung. Früher, im «Magazin», schrieb sie freche Texte. Jetzt ist sie halt auch älter, weiser und überlegter geworden:

«Mein wichtigster Tipp: Begeben Sie sich in Umstände, in denen Sie mit anderen Menschen gemeinsam etwas tun.»

Wir blättern weiter und informieren uns über Tipps zu billigem Essen (Pommes, Pizza, Dessert). Die Veranstaltungshinweise sind okay, aber auch nicht überraschend: Rigiblick, Plattenbörse, Sophie Hunger»

Gefreut haben mich die Rubriken «Die Karte» (inspiriert vom Magazin der «Zeit») und «Stil & Shopping» (inspiriert vom Magazin der «Süddeutschen»). Nun, ich hoffe, dass die nächste Ausgabe (in zwei Wochen) etwas frischer und mutiger auftritt.

P.S. Der Züri-Tipp war heute früh im Digital-Abo nicht abrufbar. Komisch.

Keystone-SDA disst Gemeinderat

Die Nachrichtenagentur kassiert Geld, erscheint aber nicht.

Gibt es unter den Medien auch Gewinner im Scheusaljahr 2020? Gewiss. Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA erhält vom Bundesrat ab diesem Jahr nicht mehr 2, sondern maximal 4 Millionen Franken.
Mit dem Geld soll die regionale Berichterstattung sichergestellt werden. Konkret ist damit vor allem die regionale politische Berichterstattung aus den Regionen gemeint.

In Zürich also vor allem der Kantons- und Gemeinderat. Die Sitzungen des Kantonsrats finden am Montagmorgen statt, die des Gemeinderats am Mittwochabend. Letzteres ist also die Arschlochkarte im Regionaljournalismus. Die Sitzungen dauern nämlich gerne bis in den späten Abend. Kein Journalist meldet sich freiwillig für den Gemeinderat.

Die Redaktionen sind darum froh, sitzt dort jemand von Keystone-SDA und beliefert sie am gleichen Abend mit den wichtigsten Ratsbeschlüssen. Der «Landbote», zum Beispiel, bringt am Donnerstagmorgen ein paar der Geschäfte aus dem Zürcher Gemeinderat. Und die Zürcher Radiostationen quasseln, worüber am Vorabend debattiert wurde. Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete seit Jahrzehnten und ohne Unterbruch aus dem Zürcher Gemeinderat.

Neue Bräuche bei Keystone-SDA

Das scheint nicht mehr aktuell zu sein. Und die Erklärung zu einer nichtanwesenden Sitzung sagt viel über die Entwicklung aus. «Da keine unverzichtbaren Themen auf der Traktandenliste waren, wurde auf eine Berichterstattung verzichtet», erklärt Keystone-SDA auf Anfrage. Gemeint ist die Sitzung vom 26. August. Es ist erstens neu, dass eine Nachrichtenagentur eine ganze Ratssitzung als verzichtbar deklariert und somit ihre Kunden nicht bedient.

Die Erklärung macht aber noch weniger Sinn, wenn man das Protokoll der 105. Ratssitzung studiert. Da ging es unter anderem um die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung, um einen erweiterten Kredit für einen Doppelkindergarten oder ein dringliches Postulat zur Eindämmung der Jugendarbeitslosigkeit. Keine unverzichtbaren Themen?

Auch am 19. August wurde nicht live aus dem Ratsgeschehen berichtet. Erst am Tag darauf gab es eine Meldung. «Keystone-SDA deckt die Sitzungen wie bisher ab», beschwichtigt die Nachrichtenagentur. Eben nicht.

Bis der Arzt nicht kommt

Bei «meinarzt Schweiz» übernimmt wohl der Konkursverwalter.

Ein Recherchierstück wie auf dem Serviertablett. Ein ehemaliger Nachtclubbesitzer aus Kärnten hat eine tolle Businessidee. Im Rahmen der Nachfolgeprobleme, die viele Hausarztpraxen haben, bietet meinarzt an, den passenden Nachfolger zu finden. Man «konnte im vergangenen Jahr bereits 30 Standorte besetzen», jubelt die Webseite.

Die kommt auch wirklich knackig daher, zeigt mit eingängigen Kurven, wie sich der Gewinn steigern liesse, während die laufenden Unkosten sinken. Wer will da nicht dabei sein. Nur: der Button «offene Stellen», wo noch letzte Woche solche angeboten wurden, ist ausser Betrieb. Ebenso die Telefonnummern, und auf eine Anfrage über das Kontaktformular wird nicht geantwortet.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigt, dass eine Untersuchung «wegen Vermögensdelikten» eingeleitet worden sei. Viele Ärzte, das Personal, fürchten nun um ihre Löhne. Denn meinarzt kaufte jeweils die Praxis, übernahm das Personal und installierte auch einen Nachfolgearzt.

Ängstliches Schweigen der Betroffenen

Kaum jemand will sich aber öffentlich äussern, weil man Angst vor Gegenmassnahmen bezüglich Stillschweigensvereinbarungen hat. Nur ein betroffener Arzt will wissen, dass alle Angestellten in der Zentrale von meinarzt Schweiz letzte Woche entlassen worden seien.

Also eigentlich ein Skandal im Gesundheitsbereich, der offensichtlich Arztpraxen quer über die Schweiz betrifft. Darauf haben natürlich schon längst alle Recherche-Desks der verbleibenden Qualitätsmedien ihre Teams angesetzt. Endlich mal was anderes als irgendwelche gestohlenen Geschäftsunterlagen ausschlachten.

Die Recherchierjournalisten rotieren bereits?

Und? Nix und. Einfach nix. Bislang hat nur der «Reussbote» darüber berichtet, dass die örtliche Praxis von meinarzt geschlossen wurde. Das Team behandelte zwei Monate lang weiter, obwohl es keinen Lohn mehr erhielt. Seit 1. September ist die Praxis nun geschlossen, die Patienten können ihre Unterlagen abholen. Oder dann mal beim Konkursverwalter.

Auch das Portal «medinside», eigentlich eher für Insider im Gesundheitsbereich tätig, hat eine umfangreichere Recherche veranstaltet und bereits am 25. August veröffentlicht. Auch «medinside» lief mit Bitten um Stellungnahme auf allen Kanälen auf, keine Antwort mehr.

Auch bei verängstigte Ärzte und Angestellte von meinarzt, die um ihre Praxis, ihre Löhne und ihre Zukunft bangen, aber Schiss haben, sich öffentlich zu äussern.

Eine Hammerstory mit allen nötigen Bestandteilen

Also in einem Satz: eine Hammerstory. Alles drin, was es für eine schönen Skandalbericht braucht. Ein österreichischer Geschäftlimacher, Praxen fürchten um ihre Zukunft, was ist mit der Gesundheitsversorgung auf dem Land, wo immer mehr Ärzte keinen Nachfolger finden? Wer ist der Initiator, wie geht es der meinarzt GmbH Deutschland? Ist die frisch und munter, oder brauchen die auch ärztliche Betreuung? Oder hat sich meinarzt an den Corona-Geldtöpfen bedient?

Alles banale, auf der Hand liegende Fragen. Und sicherlich eine willkommene Abwechslung zu «Corona, Corona, Corona». Allein, was fehlt? Offenbar eigentlich alles. Recherchierjournalisten, die nicht nur per copy/paste arbeiten. Oder einen Ausflug in Google und ein Telefonat für Spitzenleistungen des investigativen Journalismus halten.

So berichtete die «Rundschau» schon am 3. Juni über «Harsche Vorwürfe gegen Hausarzt-Label». Aber natürlich gab SRF dem Besitzer Christian Neuschitzer umfangreich Gelegenheit, Contra zu geben. Er plane die Übernahme von bis zu 500 Hausarztpraxen, zurzeit 4 im Monat. Streit mit Ärzten und Personal? I wo, Missverständnisse. Zahlungsverzug und Betreibungen? I wo, die «eigene Buchhaltung» war mit den Zahlungen einfach überfordert. Kein Wunder, bei einem aufstrebenden Start-up. Aber jetzt habe er extra «eine Treuhandfirma» gegründet, und nun flutscht es wieder.

Selbst die «Rundschau» hatte keine Lust, der Karriere des ehemaligen Besitzers einer «Tanzbar» und Geschäftsführer eines Swingerclubs nachzugehen.

Es fehlt aber an allem

Denn es fehlt überall an Ressourcen. Das könnte ja dazu ausarten, dass man Hausbesuche machen muss. In der ganzen Schweiz, und dann noch im Ausland! In Österreich! Was das kosten würde. Und wenn dann nichts herauskommen sollte, was immer mal passieren kann: Wie erklärt man den Erbsenzählern die verschwendete Arbeitszeit und die enormen Spesen?

Schliesslich fehlt einfach die Kompetenz. Verträge anschauen, nach Bilanzen fahnden, Quellen auftun, Dokumente besorgen: Himmels willen, das gibt’s doch nur noch im Kino. Daran werden auch noch so reichliche Subventionen nichts ändern können.

Als SRF noch Selbstkritik übte

Das Fernsehen SRF stellt zwei weitere Selbstreflexionen ins Netz. Sie stammen aber fast aus der Steinzeit. Spannend sind sie trotzdem.

Selbstkritik ist mühsam zu ertragen. Vielleicht darum findet die Medienkritik in vielen Zeitungen nicht mehr statt. Der Tages-Anzeiger hat seine Medienseite schon längst gestrichen und auch der TA-Medienblog «Off the Record» ist seit vier Jahren «auf Eis gelegt», wie es offiziell heisst. Rainer Stadler, NZZ-Medienredaktor und seit 31 Jahre an der Falkenstrasse, verlässt seine Stelle Ende September. «Freiwillig», wie er gegenüber persönlich.com sagte.
Kritik galt als karrierefördernd
Dabei gab es punkto Medienkritik durchaus andere Zeiten. Das Fernsehen SRF, damals das Fernsehen DRS, gab in den 1970er und 1980er Jahren intern vier Reportagen in Auftrag. Sie porträtierten das eigene Haus durchaus kritisch. «Alles riecht nach Mittelmass» ist eine der Kernaussagen der ersten beiden Reportagen. ZACKBUM.ch hat darüber berichtet.
Eine davon wurde vom späteren Fernsehdirektor Peter Schellenberg gedreht. Damals  war ein gewisses Mass an geäusserter Kritik also durchaus karrierefördernd.
Alle Folgen der kleinen Serie
Nun hat sich SRF bei uns gemeldet. Man nehme Bezug auf unsere Meldung und habe jetzt  auch die beiden späteren Folgen der «kleinen Serie» ins Netz gestellt. Und tatsächlich. Es sind durchaus Trouvaillen.
Beni Thurnheer sieht man in jugendlicher Frische und selten gesehener Frechheit, wie er die Generalprobe eines Tell-Star-Quiz sehr locker moderiert.

Ein Reporter der damaligen Regionalsendung «DRS Aktuell» (Vorläufer von «Schweiz aktuell») muss 12-mal ansetzen, bis die Moderation gelingt. Die Kamera bleibt schonungslos dran. Die 80er-Kult-Sendung und Kaderschmiede Karussell moderiert ein junger Kerl namens Hannes Britschgi, heute Leiter der Ringier-Journalistenschule. Matthias Hüppi erlebt man als Nachwuchskraft beim Lauberhornrennen. Er ist aktuell Präsident des FC St. Gallen, nach einer Bilderbuchkarriere als Sportmoderator bei SRF.
Auch nicht ohne, der Live-Auftritt von Nena mit ihrem Hit «99 Luftballons» – im «Karussell».
Ebenfalls porträtiert: Erich Gysling mit seiner fast reinen Männercrew, wie er die Tagesschau vorbereitet. Damals mit von der Partie auch Robert Ruoff, den man heute zum Beispiel auf Infosperber wahrnimmt als mahnende Stimme, wie früher vieles, ja fast alles besser war.
Beim ersten gut 20-minütigen Film («Die Fernsehfabrik 3») hatte Alfred Fetscherin die Leitung. Diese Reportage von 1983 kommt eher zahnlos daher. Kein Wunder: Fetscherin wurde nach seiner Redaktions- und Moderationtätigkeit Medienchef von Radio und Fernsehen DRS. Dann  wechselte er in die Privatwirtschaft und gründete das sehr bürgerlich ausgerichtete Radio Z. Radio Z, das ist der Vorläufer von Radio Energy. Seit 30 Jahren betreibt Fetscherin eine eigene PR-Agentur. Sein Sohn Adrian Fetscherin ist ebenfalls einigermassen bekannt und arbeitet heute als Marketing-Chef bei der Fussballsektion des Grasshopperclub.
Ein fast schon marxistischer Titel
Die vierte Folge unter dem Namen «1000 Menschen – ein Programm» aus dem Jahr 1987  ist dann wieder um einiges frischer. Hier hatte wieder Peter Schellenberg seine Hände im Spiel –  als Redaktionsleiter. Ein Jahr später wurde er dann endlich Chef. Der Regisseur des vierten Teils: Ludwig Hermann, der 1965 das legendäre «erste unabhängige Pressebüro der Schweiz» – das Büro Cortesi in Biel – mitgründete. Der Film mit dem  leicht marxistischen Titel (1000 Menschen – ein Programm) dauert 47 Minuten und endet mit einer originellen Einstellung des DRS-Hochhauses im Leutschenbach. Die Büros sind zu einem fröhlichen Lächeln beleuchtet. Der späteren Führung von SRF scheint dieses schon länger vergangen zu sein. Der 4. Film war der letzte dieser besonderen Serie.

Unsere Tugend-Taliban

Das ist kein Kalauer, sondern echte Besorgnis

Eine masslose Übertreibung, zugespitzt, überspitzt? Keineswegs. Im verzweifelten Versuch, die Lufthoheit in der öffentlichen Meinungsbildung zu behalten, sind inzwischen fast alle Mittel erlaubt. Alle, von denen wir uns mühsam in den letzten Jahrhunderten getrennt haben.

Zunächst die fallengelassene Unterscheidung zwischen Mensch und Meinung. Wer Ansichten äussert, die anders, provokativ, vielleicht sogar falsch sind, von fehlenden Kenntnissen zeugen, der sollte auf Widerrede stossen. Auf Gegenargumente.

Stattdessen werden angebliche Haltungen, Auffassungen, die ganze Wesensart kritisiert. Nach dem primitiven Muster: Wer das sagt, ist (hier kann Rassist, Hetzer, Populist, Unmensch, Kommunist, Faschist oder was auch immer eingesetzt werden). Vermeintlich werden damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Es müssen keine Gegenargumente gesucht, der so Kritisierte kann aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen werden.

Dann der Rekurs auf angeblich unbezweifelbare Werturteile. Der fatale Ersatz von richtig oder falsch durch gut oder böse. Es gibt keine Letztbegründung für moralische Werturteile; wer das Gegenteil glaubt, könnte sich gleich für die Wiedereinführung der Inquisition stark machen.

Statt echten Problemen Sprachreinigung

Als Drittes die Dialogverweigerung, wenn der andere nicht aus sogenannter persönlicher Betroffenheit sprechen kann. Nur Schwarze dürfen ermessen, was Rassismus gegen Schwarze ist. Nur waschechte Mexikaner dürfen einen Sombrero tragen, sonst ist das kulturelle Aneignung. Nur Frauen dürfen mitreden, wenn es um Feminismus oder um die Unterdrückung durch patriarchische Strukturen geht.

Dann wird einer Wehleidigkeit und Sentimentalität gefrönt, die in den übelsten Zeiten der Innerlichkeit nicht vorhanden war, als ein zu lautes Wort schon zu Tränen führen konnte. Moderner sind das Mikroaggressionen, kleinste Verletzungen des Wohlbefindens. Wobei nur und ausschliesslich der Verletzte das Recht hat, das zu beklagen. Der Täter kann sich niemals herausreden, indem er behauptet, dass da gar keine Verletzung sichtbar wäre.

Hinzu kommt die wohlfeile Verlagerung von eingebildeten oder echten Problemen auf Sprachprobleme. Männersprache, weisse Sprache, Unterdrückersprache, hier muss ausgemistet werden, am falschen Wort erkennt man die falsche Meinung, dahinter die falsche Haltung. Also hinweg mit dem Wort. Oder hinweg mit der angeblich männlich dominierten Syntax und Grammatik, auf zur Verunstaltung der Sprache, wie sie nicht einmal Orwell erahnte.

Geradezu faschistisch ist das Bedürfnis nach Reinigung. Der Ausmerzung von allem Schlechten. Vor allem dort, wo sich keiner mehr wehren kann: in der Vergangenheit. Filme, in denen gequalmt wird, was die Lunge hergab: zensieren oder verbieten. Anstössige Textstellen, auch in Klassikern der Weltliteratur: ausmerzen oder mindestens mit Kommentaren und Warnhinweisen versehen.

Denkmäler stürzen wie bei Bilderstürmen

Und schliesslich kulminiert dieser Wahn im Bildersturm, in der Forderung, Denkmäler zu stürzen, Plätze und Strassen umzubenennen. Wenn Namen von angeblichen Rassisten, Befürwortern der Sklaverei, von Generälen der falschen Seite, also den Verlierern, das Auge des sensiblen Betrachters beleidigen.

Thomas Jefferson soll unsterbliche Zeilen über fundamentale Menschenrechte formuliert haben? Mag sein, aber er war ein verdammter Sklavenhalter, weg mit ihm. Platon soll irgendwelche Sachen über Philosophie gesagt haben? Aber auch er hatte Sklaven, und dann die Knabenliebe, weg mit ihm. Karl Marx soll ein paar interessante Sachen über die Ökonomie herausgefunden haben? Aber war der nicht Antisemit, und dann hatte er auch noch ein Verhältnis mit seiner Dienstmagd. Weg mit ihm.

Der Rütlischwur der drei Eidgenossen? Gab’s den wirklich, und wieso war kein Schwarzer dabei, auch keine Frau? Rassisten und Patriarchen, weg damit.

De Pury, Agassiz, Escher, General Guisan, ja selbst Dunant, Pestalozzi oder Rousseau hatten bei genauerer Betrachtung dunkle Flecken auf der weissen Weste. Weg damit. Gandhi? Ein übler Rassist. Wo soll dieser Wahnsinn enden? Im Wahn, aber niemals in einer sinnvollen Verbesserung des Menschen, der Welt oder der Geschichte.

Aber auf dem Irrweg dorthin sollen die wenigen Errungenschaften, die uns aufgeklärte Europäer vor Finsternis, Dummheit, Glaubensdoktrinen als Ersatz für Erkenntnisse, vor dem Rückfall in absolutistische Zeiten, in Meinungsterror schützen, wieder über Bord geworfen werden. Dagegen muss sich jeder wehren. Mit allen Mitteln. Mit aller Stimmkraft. Denn so lieb und sensibel nur um die Förderung des Besseren bedacht diese intellektuellen Terroristen auch daherkommen: Sie sind unsere Tugend-Taliban, nur ohne Bart und Turban.

Wie lange gibts Blick TV noch?

Der Verlag rückt keine Zahlen heraus. Vielleicht besser so.

Letzten Mittwoch musste der Chef einspringen. Jonas Projer stand vor der Kamera und berichtete über die kurlige Russin, die in eine Gletscherspalte fiel. Der Blick-TV-Chefredaktor steht normalerweise hinter der Kamera. Die spannende Frage ist: wie lange noch? Gemäss Aussagen von Mitarbeitern soll die Stimmung auf der Redaktion ziemlich – stressig sein.

Im Unterschied zu Radio, Print, Online oder Fernsehen gibt es keine unabhängigen Zahlen zu Blick TV. Die einzigen Zahlen, die Ringier kommuniziert, sind die 840’000 Zuschauer in der ersten Woche, beziehungsweise die «über» 100’000 pro Tag. Konkrete Zahlen rückt der Konzern partout nicht heraus. Man hört von Ringier immer die gleiche Leier: «Usermässig ist Blick TV sehr erfreulich gestartet. Unterjährig geben wir keine Zahlen für konkrete Zeitfenster bekannt.»

Wenn das mit den 100’000 stimmt, sieht es sehr schlecht aus für Blick TV. Gemäss der Tarifliste von Blick, erhält der Konzern für 30 Sekunden-Spots maximal 87 Franken pro 1000 Visits. Im besten Fall verdient Ringier bei 100’000 Visits also knapp 9000 Franken pro Tag, 270’000 Franken pro Monat. Das gilt aber nur für Werbespots ab 15 Sekunden. In letzter Zeit laufen auch Spots bis 6 Sekunden, sogenannte Bumper Ads. Diese seien für die Kunden günstiger, antwortet Ringier auf Anfrage.

Den Werbeeinnahmen stehen Löhne von 48 Mitarbeiter des «Kernteams von Blick-TV» gegenüber, die über den Daumen gepeilt 380’000 Franken pro Monat (bei einem Durchschnittslohn von 8000.-) verschlingen. Dazu kommen noch Sozialkosten. Die Einnahmen würde also nicht einmal die Löhne decken. Was alles an Technik, Externe und Weiterentwicklung dazu kommt, will man gar nicht wissen. Nur schon der abgesenkte Boden im Studio soll ein Vermögen gekostet haben.

«Der Erfolg von Blick TV», so die Pressestelle, «besteht vor allem darin, langfristige Sympathie bei den Nutzerinnen und Nutzern sowie im Werbemarkt aufzubauen.» Damit das gelingt, gebe man «Blick TV auch ausreichend Zeit um dies zu erreichen.» Solche Zeit-Versprechungen haben in der Schweiz schon viele Medien erhalten. Die meisten durften dann sogar das Zeitliche segnen.

 

Was ist älter?

Darum streiten sich Newsverbreiter und Prostituierte.

Allerdings war und ist der Unterschied häufig nur ein gradueller. Reisereportagen: Undenkbar ohne die Mitwirkung von Reisebüros, Fluglinien und Hotels. Und wenn der nette Herr von Autovermieter den Schlüssel für den Mietwagen vorbeibringt, dann wird er nicht einfach so im Artikel erwähnt.

Gleiches gilt auch für Autoberichte. Vielleicht wird gemäkelt, dass der Aschenbecher zu klein ausgefallen ist oder billiger Plastik verarbeitet wurde. Aber selbst solche angetäuschten Kritiken werden wieder eingefangen, indem als mildernder Umstand «in dieser Preisklasse» angeführt wird.

Wieso kommt einem vieles bekannt vor?

Gleiche gilt auch für Kosmetika. Was «Ihre Beauty-Redaktorin» absolut spitze findet, hat meistens nichts mit der Qualität des Produkts zu tun, sondern mit einem grösseren Inserat, das es bewirbt.

Wieso kommt Lesern von mehr als einer Tageszeitung vieles so bekannt vor? Ganz einfach, ihre Leibblätter haben alle die SDA verwendet, die einzig überlebende Schweizer Nachrichtenagentur. Oder aber, sie haben gleich den fertig angelieferten Pressetext der interessierten Firma übernommen.

Da immer mehr Journalisten ihr Heil in Corporate Communication oder in PR suchen, wissen sie ja, wie’s der Redaktor gerne mag. Und falls er nicht mag, wozu hat man die Telefonnummer des Chefredaktors.

Es braucht geschicktes Vorgehen

Dem muss man psychologisch geschickt klarmachen, dass für das Sponsoring des Wettbewerbs, für viele Leser-Blatt-Bindungsmassnahmen schon erwartet werden kann, dass Anliegen des Spenders nicht ignoriert werden. «Ohne mich in die unabhängige und nur nach professionellen Kriterien entscheidende Redaktionsarbeit einmischen möchte», so enden diese Telefonate meistens.

Beide Seiten kichern dann vor sich hin, nachdem sie den Hörer aufgelegt haben. Auch psychologisch geschickt, damit der Redaktor nicht «Zensur!» kräht, muss der Chefredaktor immer wieder missliebige Storys abschmettern. Am besten funktioniert das schon in der Themenkonferenz. «Das interessiert doch keinen, das verstehen unsere Leser nicht, das ist aber sehr einseitig, ich sehe da keine Story», das ist hier der Vierklang der Gründe.

Manchmal gibt es aber verstockte Redaktoren, die nicht einsehen wollen, wer denn eigentlich ihr üppiges Salär zahlt, und störrisch an ihrer Idee festhalten wollen. Das ist dann die Gelegenheit für den Chefredaktor, im Einzelabrieb etwas deutlicher zu werden. Oder aber, die Gelegenheit beim Schopf zu packen, um den schon etwas älteren Redaktor darüber zu informieren, dass leider alle den Gürtel enger schnallen müssen, und da fange man bei ihm an.

Nach der Entlassung ist vor der Mutrede

Nach einer Entlassung ergreift der Chefredaktor dann die nächste Sitzung als Gelegenheit, alle wieder darauf hinzuweisen, dass unter seiner Führung niemals andere als journalistische Kriterien angewendet werden: «Wir schreiben hier für unsere Leser, auch in schwierigen Zeiten.» Damit beendet er normalerweise seinen Kurzvortrag. Schaut sich danach aufmerksam um; wer grinst, wer nickt gläubig, wer tuschelt? Das notiert er sich, es wird seine Auswirkungen auf die Reihenfolge haben, wie Leute gefeuert werden.

Ebenso ist es eher selten, dass die Lifestyle-Redaktorin jemals ein anderes Kleid, ein anderes Produkt, einen anderen Trend anpreist, als die, mit denen sie die Inserateverkäufer gefüttert haben.

Targeting, Native Ad, Branded Content; wenn auch nur auf Englisch, immerhin sind die Verlage noch erfinderisch, wenn es um neue Namen für eine alte Sache geht. Auch das ist der Prostitution sehr ähnlich. Strassenstrich, Bordell. Pfui, warum nicht Escort Service, Traumlandschaft für erotische Fantasien?

Aufgetakelte Wörter, gleiche Handlungen

Aber mit viel Hirnschmalz aufgetakelte Wörter ändern nichts daran, dass es sowohl bei der Prostitution wie im Journalismus um das Gleiche geht: Mach die Beine breit, gibt dem Kunden das Gefühl, er sei der Allergrösste – und kassiere so diskret wie möglich.

Wenn ein Journalist mit ernstem Gesicht sagt: Niemals wurde ich zensiert, niemals wurde eine Storyidee aus windigen Gründen abgelehnt, dann lügt er so wie die Nutte, die ihrem Freier sagt: So schön wie mit dir war’s mit keinem, und was für ein Gemächt du hast.

5G: NZZ am Sonntag lässt sich einspannen

Im Wirtschaftsteil schreibt ein Redaktor für die 5G-Lobby.

Am Sonntag gönnte sich Armin Schädeli, stellvertretender Leiter der Swisscom-Medienstelle, ein zusätzliches Glas Fruchtsaft. Heute gab es etwas besonderes zu feiern. Eine ganze Seite berichtete die NZZ am Sonntag über eines seiner Herzensanliegen. Die rasche Einführung des 5G-Standards beim Handynetz.

«5G-Technologie hilft dem Klimaschutz», lautet der Titel. Der Lead sorgt für noch mehr Klarheit: «Der neue Mobilfunk ist viel energieeffizienter und bringt Anwendungen, die den CO2-Ausstoss senken». Autor Jürg Meier zitiert dazu eine Studie von der Uni Zürich und der Empa. «Dabei arbeiteten sie mit dem Wirtschaftsverband Swiss Cleantech und der Swisscom zusammen, welche die Studie auch finanziert hat». Wenigstens war der Autor ehrlich.

Nun kommen Tausende von Zeichen mit Lobhudelei, welche die Agentur Farner Consulting nicht besser hingekriegt hätte. Der Unterschied: Jene PR-Bude hätte sich fürstlich bezahlen lassen a) für das Texten und b) fürs Platzieren im redaktionellen Teil. Ob bei besagtem Artikel von Jürg Meier auch Geld geflossen ist, wäre natürlich eine gemeine Unterstellung und völlig unbeweisbar.

Tatsache ist, dass die NZZ am Sonntag mit diesem Artikel elementare Grundsätze des Journalismus über Bord geworfen hat. Null ausgewogen, keine Kritiker angehört. Diese kamen nur mit dem bösartigen Nebensatz zu Wort: «In Internetforen ist etwa zu lesen, 5G habe die Verbreitung des Coronavirus begünstigt». Fair ist anders.

Aber die Swisscom freuts. Als Grossinserent, so wie Coop das auch ist. Was hat jetzt das wieder miteinander zu tun? Swisscom und Coop haben den gleichen Verwaltungsratspräsidenten. Hansueli Loosli. Das ist aber wieder eine andere Geschichte.

Zurück zur NZZ am Sonntag und zu ihrer Gefälligkeit. Als Anriss im Wirtschaftsteil steht sogar «Die 5G-Technologie ist nicht nur blitzschnell – sondern auch sehr klimafreundlich». Der Blattmacher hat noch einen draufgegeben. Gratuliere.