Entries by René Zeyer

Ex-Press XXXIV

Blüten aus dem Mediensumpf.   Diesmal die Ostereier-Spezial-Ausgabe mit viel Eierlei. Milde gestimmt am Tag der Auferstehung wollen wir diesmal nur lustige Eier vorführen, die die Schweizer Medien ausgebrütet haben. Wobei wir wohlwollend berücksichtigen, dass es schon ziemlich blöd ist, dass wegen Corona so viele lieb gewonnene Seitenfüller an Ostern wegfallen. Zunächst aber ein Höhepunkt […]

Wie heute ein Artikel entsteht

Selbst für Fachleute liegt da vieles im Dunklen. Also Scheinwerfer an. Die Welt ist rund, bunt und kompliziert. Das ist die schlechte Nachricht für moderne Newsproduzenten. Sie in all ihrer Komplexität abzubilden, das bräuchte die Fähigkeiten eines Joseph Roth, eines Kurt Tucholsky, Dominick Dunne, einer Oriana Fallaci, eines Tom Wolfe, Lincoln Steffens. Oh, sind alle […]

Frage in den Nebel

Über zwei Wochen seit dem Neustart des Nebi: Was ist genau neu? Bei jedem Relaunch eines Mediums helfen zwei Faktoren. Interessanter Inhalt im Allgemeinen, ein Primeur oder zwei, damit man zitiert wird. Natürlich auch der Lockstoff, mit dem Inhalt Unentschiedene zu überzeugen, ein Abo abzuschliessen, also Geld in die Hand zu nehmen. In diesem Punkt […]

Opfer Salome Müller

Sie hat zusammen mit Aleksandra Hiltmann das Protestschreiben der Tamedia-Frauen verfasst. Was hat sie sonst so gemacht? Laut den Unterzeichnern des Protestschreibens werden Frauen bei Tamedia übel behandelt. Sexismus, Diskriminierung, Demotivierung, fehlende Wertschätzung und Anstand. Wie wirkt sich denn dieses Arbeitsklima auf die Redaktorin Salome Müller aus? Um nicht in Gefahr zu geraten, machomässig Inhalte […]

Ostereier? Ach was, Gedanken ausbrüten!

Zwei freie Tage. Ohne Abstecher nach Paris, Berlin oder New York. Was tun? Wie wär’s mit etwas Originellem?   Resilienz gegen Blasenvokabular Je nach Reaktion könnte auch das zu einer neuen Rubrik werden. Buchempfehlungen von Zeit zu Zeit und Fall zu Fall. Lyrik eher weniger, modernes, Schweizer Romanschaffen nur in Ausnahmefällen. Wir wollen den Leser […]

Ex-Press XXXIII

Blüten aus dem Mediensumpf.   Die Ringier-Frauen Zunächst muss ZACKBUM ein Geständnis machen. Räusper, hüstel, kopfkratz. «Der geheime Aufschrei der Ringier-Frauen» ist so geheim, dass er nicht stattfand. Es gibt auch kein Protestschreiben, noch viel weniger ein Gespräch mit Ladina Heimgartner. Vielmehr wurde das tatsächlich nicht autorisiert. Weil es nicht stattfand. Genauso wenig, wie sie […]

«Medienwoche»: Vom Delirium ins Koma

«Edito», «Schweizer Journalist», persoenlich.com, «Medienwoche». Das Elend der Medienbranche spiegelt sich im Elend der Medienkritik. Die «Medienwoche», vom strammen Medienkenner Nick Lüthi (ehemals «Klartext», das waren noch Zeiten) gemacht, wurde bislang dadurch verhaltensauffällig, dass sie aus Spargründen Tieffliegern mit wenig Kompetenz, aber viel Gesinnung Platz zum Austoben bot. Das vorletzte Beispiel des Niedergangs war ein […]

Der geheime Aufschrei der Ringier-Frauen

Vergeblich versuchten die Bosse, dieses Dokument zu unterdrücken. Aber nach Tamedia melden sich nun Ringier-Frauen zum Protest. Die ganze Branche wunderte sich. Im Streichelzoo Tamedia beschweren sich Dutzende von Mitarbeiterinnen über «strukturellen Sexismus», legen Zeugnis ab von unerträglichen Arbeitsbedingungen, von Unterdrückung, Missachtung, Übergriffen, Diskriminierung. Aber bei Ringier, wo immer noch der Boulevard-Journalismus zu Hause ist? Lautstark […]

Frauen-Offensive im Kulturjournalismus

Es gibt die Kultur-Redaktorin des Jahres, es gibt die neue Literaturchefin des Tagi. Und es gibt Laura de Weck. Zur schreibenden Flachzange Simone Meier haben wir schon das Nötige gesagt. Seit sich die neue Literaturchefin Nora Zukker mit Meier einen Champagner auf dem Friedhof reingezwitschert hat, verliess sie den Bereich des Ernstzunehmenden so schnell, wie […]

Ach du dickes Ei

Kein Aprilscherz: Auch ZACKBUM tritt an Ostern etwas kürzer. Ab morgen gilt auch hier ruhiges Gedenken, und anschliessendes Osterfest. Aber keine Funkstille. Nur reduziert sich der Output auf «nach Lust und Laune». Allerdings nach der für uns beim Schreiben geltenden Devise: Ich glaub´, ich könnt´ schon wieder.   Da wir keine religiösen Gefühle verletzen wollen, […]