Entries by René Zeyer

Keule Kurzarbeit: falsch abgebogen

Wenn Medien an mehr als einem Staatstropf hängen, wird’s ganz düster. Mit lautem Gejammer und Gequengel, mit der Verwandlung in sehr obrigkeitshörige Verlautbarungsorgane kassieren die Schweizer Medien immer mehr Staatsknete. In Form von Subventionierung – und in Form von Kurzarbeitsunterstützung. Wieso beispielsweise der Gebührenfunk SRG nebst obligatorischen Abgaben auch noch Kurzarbeitsgelder erhält, gehört zu den […]

Ein «Blick»-Titel und seine Geschichte

Fünfte Lieferung. Hier werden Fundstücke obduziert, um ihre Todesursache zu finden. Diesmal Rezykeltes. Seit der «Blick» ein Regenrohr im Titel hat, ist es ihm wohl bewusst geworden, dass da ja eigentlich auch immer das gleiche Wasser durchfliesst. Wieso diese Erkenntnis nicht auf die Titelei anwenden. Ist sowieso immer so mühsam. Copy/paste, dann bis zur Unverständlichkeit […]

Kleine Ehre für ZACKBUM

Es gibt ja noch ein anderes Medienmagazin. Der/die/das/divers «Schweizer Journalist:in». Eigentlich wollten wir über ein Organ, das von Eugendorf (Österreich) aus über die Schweizer Medienszene berichtet, nichts mehr sagen. Auch nichts über die beiden neuen Spar-Chefredaktorinnen, das wäre uns sicher wieder als frauenfeindlich ausgelegt worden. Schon alleine Cover und Rückseite passen für einmal zusammen. Vorne […]

Werbung, tiefergelegt. Lowered

«Kauf mich, ich bin gut und günstig.» Wenn’s mehr sein soll, wird’s armselig und englisch. Die neue Werbekampagne von Tally Weijl setzt einen schönen Tiefpunkt für alles: «#fuckexpectations» heisst der Claim des Klamottenherstellers. Damit sollen junge Frauen motiviert werden, «sich von niemandem vorschreiben zu lassen, was man zu tun, zu sagen oder zu tragen hat», […]

Am deutschen Wesen …

Ein Scherz eines überaus erfolgreichen und beliebten Oberbürgermeisters. Übelste Beschimpfungen, völlig belegfrei. Wir warten auf den Schweizer Nachzug. … soll die Welt genesen. Davon sind inzwischen auch die deutschen Grünen zutiefst überzeugt. Welchen Weg nach unten haben die zurückgelegt. Seit Claudia Roth noch als kleine Sekretärin (durfte man damals so sagen) in einem Bundestagsbüro sass, […]

Abgang eines Gender-Sternchens

Das trifft uns: Salome Müller hat bei Tamedia gekündigt. Ist sie Opfer? Via persoenlich.com teilte die Redaktorin des «Tages-Anzeigers» mit, dass sie per Ende Juli ihre Kündigung eingereicht habe. Müller wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, weil sie die Mitinitiatorin eines Protestschreibens ist, in dem sich anfänglich 78 Mitarbeiterinnen von Tamedia über unerträgliche Arbeitsbedingungen beklagten. Frauen würden […]

Frauen, aufgepasst: Lebensgefahr!

Neben den Redaktionen von Tamedia, dunklen Nebenstrassen und selbst in der eigenen Wohnung gibt es eine neuentdeckte Gefahrenquelle. Zungenverknotung beim richtigen Aussprechen des Wortes Opfer*In**? Nein, das Thema ist ernst, die Gefahr gross, bislang noch nicht richtig im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen. Aber, wer sonst, Tamedia benennt Ross und Reiter. Nun gut, vielleicht nicht das […]

Die Pfusch-Force sollte weg

Jeder Journalist weiss inzwischen: willst du einen Aufreger, nur die Corona-Task-Force fragen. Dass sich die «Swiss National COVID-19 Science Task Force» so ziemlich in jeder Beziehung lächerlich gemacht hat, ist kein Geheimnis. Kakophonie, immer neue Horrorszenarien, Warnungen, Befürchtungen. Gar mit eigener Pressekonferenz, in der die Entscheidungen des Bundesrats und der Kantone beäugt, selten gelobt, häufig […]

NZZaS Magazin: kleines Zwischenhoch

ZACKBUM kann auch nichts dafür, wenn neben dem Kulturbund auch das Magazin gelobt werden will und muss. Das bedeutet nicht, dass wir diverse Rubriken nicht weiterhin schmerzvoll vermissen. «Stammesrituale», «Beziehungsverhalten» oder «Perfekt», das war eine neue feuilletonistische Lockerheit, wie sie nur die NZZ kann. Wie sie dann nur die NZZ konnte, als sie in den […]

NZZaS: kleines Zwischenhoch

ZACKBUM ist unparteiisch und so objektiv wie ein Objektiv. Daher Lob, wem Lob gebührt. Die ersten Bünde der aktuellen NZZaS kann man überblättern. Nicht schlecht, nicht wirklich gut. Besser als die übrige Sonntagspresse. Das ist allerdings ein Kompliment wie: ein Burger von McDonald’s ist besser als kein Burger. Aber dann kommt der Kultur-Bund. Von erschreckendem […]