Entries by René Zeyer

Pausenzeichen!

Wir machen, was alle machen. Pause. Ferien. Nach einem Jahr des Wirkens. Was die einen hoffen, die anderen fürchten: wir kommen wieder. Ab 2. August herrschen wieder Kontrolle, Kritik und Kommentar in der Medienwelt. Dann ist ZACKBUM wieder da und schreitet frohgemut ins zweite Jahr seiner Existenz.

Vorliegende Dokumente

Früher einmal Qualitätsmerkmal, heute immer häufiger Symbol für Schmierenjournalismus. Die Fichen-Affäre oder die Beschattungsorgie bei der Credit Suisse in der Schweiz. «Neue Heimat» oder die Parteispendenaffäre in Deutschland. Das waren hart recherchierte Skandalstorys. Das Zusammensetzen eines Puzzles aus Informationen, so oder so beschafften Dokumenten, Spuren und detektivischem Gespür. Die Hitler-Tagebücher hingegen waren im deutschen Sprachraum […]

Neues aus dem Brutkasten der Demagogie

Wir hätten die «Medienwoche» schon fast abgeschrieben: Kinderkrams-Postille. Wir denken um. Denn gerade blubberte Marko Kovic, aber gewaltig. Auf 18’500 Anschlägen rechnet er mit dem sich gerade formierenden «intellectual dark web» (IDW) auf Deutsch ab. Also mit der dunklen, rechten Seite des Denkens, also des Falschdenkens. Dunkler jüdischer Geist: Henryk Broder. Hier träten Exponenten auf, die […]

Lachappelle und die Medienwüste

Er geht in die Wüste, die wüsten Medien bleiben. Eine Bilanz der Armseligkeit. Am Freitag ergibt die Suche nach dem Stichwort Lachappelle 106 Treffer in der SMD. Ohne Duplikate schrumpft das auf 36 zusammen, und dahinter steht: es berichten Tamedia, CH Media, Ringier, NZZ und SRF. Plus ein paar kleine, versprengte Organe. «Inside Paradeplatz», dann der Einheitsbrei … […]

Blattschuss: Lachappelle tritt zurück

Raiffeisen im Elend: Vincenz, Gisel, nun auch Guy Lachappelle. Was ist nur mit dem Führungspersonal dort los? Und mit den Medien? Eigentlich sah es ganz gut für den VR-Präsidenten der Raiffeisen aus. Der Boss der drittgrössten Bank der Schweiz hatte drohende Schlagzeilen über sich niedergekämpft. Mit der Waffe der superprovisorischen Verfügung. Guy Lachappelle erklärt seinen […]

Fassungslos III

FASSUNGSLOS. Lesen, staunen, verzweifeln. Das sind die drei Stufen auf dem Weg zur Medienenthaltsamkeit.   Giacobbo, übernehmen Sie! Man kann nicht einfach den Job als Sprachpolizist hinschmeissen. Denn wenn der Humor geht, muss der Ernst bleiben. Nachdem Spassbremse Viktor den «Blick» bereits gemassregelt hat, dass die Verwendung des Wortes «Sternchen» eigentlich nur für die Bezeichnung […]

«Granma» oder «Süddeutsche»: besser das Original

Die «Grossmutter» ist die Parteizeitung auf Kuba. Wäre für den Tagi eine Alternative zur SZ. Der Riesenkonzern Tamedia mit seinen vielen Kopfblättern kann sich bekanntlich kaum mehr eine eigene Auslandberichterstattung leisten. Daher übernimmt er fast alles von der «Süddeutschen Zeitung». Das ist keine gute Idee. Das Hassobjekt Trump ist zwar etwas in den Hintergrund getreten, […]

Hass und Courage im Netz

Twitter ist die Plattform für die korrekte Lebensart – oder für Schlammschlachten. Der Vorfall ist zur Genüge beschrieben worden. Totgeschrieben, möchte man formulieren – wenn man nicht Bedenken hätte, dass das gegen einen verwendet werden könnte. Journalistin sagt was von sozialem Todesurteil, eine anonyme Redaktion nimmt’s beim Wort und veröffentlicht eine geschmacklose Karikatur. Grosse Aufregung, […]

Patient Kuba: Ferndiagnosen

Vielleicht übernimmt Südafrika die Meldungshoheit. Aber noch wird Kuba verarztet. Die NZZ hat die Berichterstattung über Kuba verlagert. Um den Überblick zu behalten, braucht es Distanz, meint die Qualitätszeitung. Deshalb berichtet nun Thomas Milz – aus Rio de Janeiro. Dort sitzt auch der Lateinamerika-Korrespondent des «Spiegel», der aus Brasilien den ganzen Kontinent bis hinauf nach […]

Kuba: Aussenberichterstattung

Das Elend des Regimes widerspiegelt sich im Elend der Berichterstattung. Zum ersten Mal seit 1994 gab es Massenproteste auf der letzten Insel des Sozialismus. Damals war’s der Höhepunkt des sogenannten período especial, der speziellen Periode in Friedenzeiten. Euphemismus für die schwere Wirtschaftskrise, die die Insel nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers fast untergehen liess. Aber […]