Hilfe, mein Papagei onaniert X

Hier sammeln wir bescheuerte, nachplappernde und ewig die gleiche Leier wiederholende Duftmarken aus Schweizer Medien. Subjektiv, aber völlig unparteiisch. Heute: Journalismus mit Alzheimer.

Hubert Wetzel hat einen Rückfall. Das ist für ihn persönlich bedauerlich, für die Leser der Süddeutschen und somit auch zwangsweise der Produkte von Tamedia ärgerlich. Umso häufiger wir ihn hier zurechtweisen, desto schneller wiederholt er sich.

Wenn man das nur auch mit seinem Salär machen könnte. Solange er das Gleiche rezykliert, was er schon im November schrieb, bekommt er immer wieder den Verweis auf sein Novembergehalt. Vielleicht würde ihm das helfen, aus der Schleife des «Groundhog Day» auszubrechen. Das ist als Film lustig, aber real …

Mal so, mal so, wer erinnert sich schon an einen alten Kommentar?

Denn schon im November letzten Jahres sah Wetzel schwarz. Aber richtig schwarz. Damit hätte er prima den Pressesprecher der wissenschaftlichen Task Force to the Bundesrat abgeben können (darüber weiter unten noch mehr). Im November plusterte sich der Deutsche in den USA auf, dass Trump «offensichtlich» keine Ahnung habe, wie Wahlen in den USA funktionieren.

Da könnte die Welt, vor allem aber die alliierte Siegermacht USA, mal wieder am deutschen Wesen genesen. Tut sie aber nicht, daher war sich Wetzel schon damals sicher: «So sterben Demokratien». Das tat sie dann aber doch nicht, einen Monat später konnte Wetzel Entwarnung geben:

«Die USA sind im grossen und Ganzen eine erfolgreiche, stabile Demokratie»,

säuselte der wahrscheinlich durch einen Klon ersetzte Wetzel nun. Einzig, ob die Republikaner noch eine demokratische Partei seien, da hatte der Bayer so seine Zweifel. Die hatten zwar mitgeholfen, Deutschland vom eher undemokratischen Hitler-Faschismus zu befreien, aber das ist ja dann wohl verjährt.

Die Entspannung war nur von kurzer Dauer. Erst Ende Mai stauchte Wetzel nochmal den ehemaligen US-Präsidenten Trump zusammen. Der habe mit vielleicht legalen, aber keinesfalls legitimen «Tricks» versucht, im Amt zu bleiben. Aber hier ging es in erster Linie um Polizeigewalt, vor allem gegen Farbige. Daher war Wetzel für einmal der Zustand der US-Demokratie als solcher nicht so wichtig.

Das musste er aber nun nachholen:

«Noch eine Wahl wie 2020 werden die Vereinigten Staaten nicht überleben, nicht als Demokratie und nicht als vereinigte Staaten.»

Also die Demokratie dort stirbt bekanntlich seit November, oder ist seit Dezember recht stabil und erfolgreich. Aber nun auch wieder nicht. Nochmal so eine demokratische Wahl mit letztlich von allen faktisch akzeptiertem Ausgang (auch alles Geraune, dass Trump vielleicht nicht freiwillig aus dem Weissen Haus abtrete, hatte sich als Quatsch erwiesen), dann sei die Demokratie in den USA endgülitg am Ende, ebenso wie die USA selbst.

Demokratie, stabil oder zersetzt und am Ende. Was denn nun?

Ja was denn nun, Herr wohlbezahlter Analyst? Alles zusammen, je nach Ihrer Biokurve, geht nicht. Aber sein dummes Geschwätz von gestern interessiert Wetzel ungefähr gleich viel wie den Leser sein dummes Geschwätz von heute: Trump sei zwar nicht mehr Präsident, räumt Wetzel immerhin ein, aber die von ihm «freigesetzten Korrosionskräfte» (welch ein Magier, dieser Trottel Trump) «zersetzen die Institutionen, die der Demokratie Halt geben. Sie vergiften den öffentlichen Raum und hetzen die Menschen gegeneinander auf. Auf Trumps Partei, die Republikaner, kann man nicht hoffen. Sie ist dem narzisstischen Demagogen hörig.

Die Partei von Abraham Lincoln  huldigt heute einem Golfclub-Autokraten, der nur an sich und seine Lügen glaubt.»

Wir wissen nicht, ob Wetzel auch Golf spielt. Wenn nicht, wäre das immerhin ein Unterschied zu Trump.

Carla Del Ponte hat mal wieder ein Buch geschrieben. Mit dem schwülstigen Titel «Ich bin keine Heldin – Mein langer Kampf für Gerechtigkeit». Das ist nun vom aufmerksamen Feuilleton der «Weltwoche» offenbar einem eher Unkundigen zur Rezension übergeben worden. Er erwähnt zwar, dass Del Ponte zur «Gilde der glücklosen Bundesanwälte» gehört habe.

Del Ponte erreichte keine einzige Verurteilung …

Das ist nun leicht untertrieben. Sie hinterliess während ihres gesamten Wirkens als Staatsanwältin nur eine Schneise der Verwüstung. Mafia-Jägerin? Ein Witz, gepanzerte Limousine und Bodyguards waren völlig überflüssig. Die ehrenwerte Gesellschaft wünschte dieser Versagerin ein möglichst langes Leben. Denn sie brachte niemals, kein einziges Mal eine Anklage zur Verurteilung. Verursachte aber happige Schadenersatzforderungen, die natürlich der Schweizer Steuerzahler zu begleichen hatte.

In der gleichen «Weltwoche» blätterte Christoph Mörgeli unter dem Titel «Eine schreckliche Staatsanwältin» den Fall des Del-Ponte-Opfers Hans N. Zemp auf. Der kämpft bis heute um Wiedergutmachung für die Schäden, die Del Ponte bei ihm angerichtet hat. Aber gut, der Artikel erschien vor fast drei Jahren. Wie sollte das der Rezensent heute noch wissen.

Ausserdem handelt das Buch scheint’s von Del Pontes Tätigkeit als Chefanklägerin des internationalen Strafgerichtshofs im Haag – dort insbesondere bei den Prozessen über Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien. Der clevere Leser muss nur einmal raten, wie diese Tätigkeit endete. Richtig, ohne eine einzige Verurteilung. «Von 2011 bis 2017 gehörte Del Ponte sodann zu einer UNHCHR-Kommission, die Menschenrechtsverletzungen im Bürgerkrieg Syriens untersuchte.»

Selbst der eher beschränkte und IQ-mässig unterdotierte Leser (den es auf ZACKBUM sowieso nicht gibt) ahnt: auch diese Untersuchungen verliefen im Wüstensand. Del Pontes angeblicher Kampf für Gerechtigkeit ist in Wirklichkeit reines Reputationsmanagement einer Rundumversagerin. Das hätte die WeWo vielleicht nicht so schnell vergessen sollen.

Markus Somm ist Chefredaktor vom «Nebelspalter». Wovon? Na, dieser Internetseite, die nun schon seit Monaten unter dem Radar der öffentlichen Beachtung fliegt. Sich einem Scharlatan von Webmaster anvertraut hat, der genau weiss, wieso er auf Fragen von ZACKBUM nicht antwortet. Der als Geschäftsführer wohlweislich keine Zahlen über Single Visitors, Abonnenten, Einnahmen, Inserate bekannt gibt.

Hier wirkt und schreibt Somm also unter der Wahrnehmungsschwelle. Aber er hat ja noch seine Kolumne in der «SonntagsZeitung».  Die missbraucht er zu anhaltender Trump-Verteidigung. Oder dazu, den zwei Masken-Kids nachträglich ein Kränzlein zu winden, die durch den Verkauf von teilweise nicht zertifizierten Masken zu exorbitanten Preisen mehrere goldene Nasen verdienten. Und sich dann psychologisch geschickt mit Protzautos zeigten und sowohl Wohn- wie Firmensitz in ein steuergünstiges Umfeld zu verlegen. Inzwischen laufen diverse Strafuntersuchungen gegen die beiden.

Für Somm ein Grund, den sonst aus dem öffentlichen Interesse zurzeit entschwundenen Fall nochmal aufzurollen. Allgemein wartet man ab, wie oft und wann die beiden Bengel verurteilt werden. Das sieht Somm aber anders, ganz anders: «Emix, so heisst die Firma, die vor Jahren in einem Mehrfamilienhaus in Uster entstanden war, hat uns gerettet. Wären Luca Steffen und Jascha Rudolphi, so die Namen der beiden, nicht zur Stelle gewesen, wer weiss, ob wir vergangenes Jahr je genügend Masken erhalten hätten? Sie sind Unternehmer. Sie sind Wohltäter.

Als wir in Not waren, haben sie gehandelt.»

Vielleicht will sich Somm damit als Mediensprecher oder Biograph (das kann er) beliebt machen. Denn bis zur Pensionierung dürfte es bei der Burn Rate mit dem Nebi nicht reichen. Aber muss man so peinlich ein öffentliches Bewerbungsschreiben einreichen?

Ach ja, dann gibt es noch eine halbwegs gute Nachricht. Die wissenschaftliche Task Force to the Bundesrat wird aufgelöst. Nein, leider nicht. Aber immerhin, deutlich verkleinert. Ein Mann tritt ab, eine Frau übernimmt. Das müsste zumindest bei allen medialen Vorkämpfern für Feminismus, Emanzipation und Gleichbehandlung spitze Lustschreie auslösen, Hört man aber wohl nicht hinter der Maske.

Überraschenderweise werden in Genf ziemlich hohe Sicherheitsmassnahmen umgesetzt, vor dem Gipfeltreffen Biden – Putin. Damit können immerhin zu früh dorthin entsandte Korrespondenten beschäftigt werden.

6 KOMMENTARE
  1. Alois Fischer
    Alois Fischer says:

    Mir wird die Zackbum-Blase etwas zu klein. Kleingeistig, Kleinspiessbürgerlich (versteckt hinter Möchtegernliberalismus samt Stylish-Sozialismus) und Kleinkindergarten für ewigtalentierte «Journalisten».
    Gross erlebe ich den Mangel an Anstand, Neugier und Bodenhaftung. Auch geht mir das notorische Gemecker gegen die ewiggleichen Liebelingsfeinde nur noch auf den Wecker. Wo bleibt die Story (statt reinen verunglimpfungen), die eine solche Hassliebe ausgelöst hat und was soll an diesen faktenlosen Prophezeiungen besser sein, als die allerschlechteste Prognose von Knutti?
    Es langweilt und tut nur noch weh.
    Zackbum – mein persönlicher Verzicht auf eine einschlafende Gelegenheit für mehr.

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    • Victor Brunner
      Victor Brunner says:

      Leider haben wir in der Medienwelt einen desaströsen Zustand, 4 Protagonisten und der Staatssender dominieren. Kritisches berichten selten. Gegenseitige Rücksicht selbstverständlich, man/frau kennt sich ja. Da ist Zackbum richtig, Zeyer hat eine spitze Feder und ist angriffslustig, aber er vermittelt eben auch Informationen über die Mediemwelt die ich weder in MZZ, TA oder anderen Publikationen bekomme.

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  2. Ruthli vom Rütli
    Ruthli vom Rütli says:

    Ach Brunner, hoffentlich sind Sie nun entspannt. Ihren pathologischen Hass auf Somm samt Ihren Ausfälligkeiten kennen wir mittlerweile. Wie wärs mit einem Spaziergang zur Abwechslung?

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  3. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Die Kolumne von verhaltensauffälligen Somm schreibt die Schweizer Geschichte neu. Tell und General Guisan vom Sockel. Neu 2 junge „Unternehmer“ deren einzige Leistung es ist Schrott zu verkaufen! Das Niveau von Somm war schon immer Grenzwertüberschreitungen, mit der Kolumne hat er seinen tiefsten Punkt erreicht. Bald ein Fall für die KESB.

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