Die Gier von Ringier

Ahnungslose Leser übertöppeln – why not?

Das unterbietet sogar die Output-Leistung der «Republik»: In den letzten 15 Jahren veröffentlichte die «Konferenz der ChefredaktorInnen» genau 6 (sechs) Stellungnahmen und andere Zuckungen. Der Präsident des Vereins ist Ringier-Chefoberchefchefwuff Christian Dorer. Im Jahre 2007, da war Dorer vermutlich noch in der Primarschule, gab die Konferenz «Empfehlungen zum Umgang mit bezahlter Werbung» ab.

Die Konferenz empfiehlt: «Jede Form von Sponsoring muss deklariert werden.» Das war vor 14 Jahren. Heute heisst es: «Jede Form von Sponsoring könnte im Prinzip, sofern möglich und durchsetzbar, theoretisch und zu einem gewissen Prozentanteil deklariert werden.» Ein schönes Beispiel ist der Jubelartikel von Blick über einen Lautsprecher von Braun.

 

Wer auf den Artikel klickt. landet auf die Ringier-Seite daskannwas.ch. Gemäss Impressum finanziert sich die Seite durch Werbung, Partnerschaften und Affiliate-Links. «Wenn Sie Produkte über Links von Daskannwas.ch kaufen, unterstützen Sie das Portal finanziell.» Blickleser finanzieren also den Verlag, wenn sie ahnungslos auf den vermeintlichen redaktionellen Text klicken. Gemäss Anzeigenliste verdient Ringier pro Klick etwa 3 Rappen. CPM (Cost per Mille) bedeutet die Kosten für 1000 Einblendungen einer online Werbeanzeige.Wird der Artikel 100’000 angewählt, resultiert aus dem Geklicke knapp 3000 Franken.

Ringier schreibt auf Anfrage: «Die Produkttests sowie die Vergleiche sind nicht bezahlt, da dies dem Grundsatz der Plattform – ehrlich und unabhängig zu testen – widersprechen würde.» So ein Geschäftsmodell wäre auch zu auffällig. Es geht vor allem um den Link im Text, der zum Hersteller leitet:

 

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