SRG zahlt 250 Franken pro Mitglied

Rezept gegen Mitgliederschwund.

Am Ende ist die SRG SSR nur ein Verein. Aber mit stolzen 22‘500 Mitgliedern. Und die fördern angeblich «den öffentlichen Dialog über die audiovisuelle Zukunft der Schweiz und engagieren sich für einen unabhängigen medialen Service public.»  22‘500 ist eine stolze Zahl. Und eine politische. Denn ohne Mitglieder werden die Statuten der SRG nicht erfüllt. Die Frage ist: Warum wollen 22‘500 Menschen nebst den Gebühren auch noch Vereinsgebühren für die SRG bezahlen?

Die Antwort: Weil die meisten ausser einer einmaligen Gebühr jahrzehntelang nichts bezahlen müssen. In anderen Worten: weil sie Karteileichen sind.

Beispiel Zürich Schaffhausen: Mitglieder zahlen nur einmal im Leben, und zwar 50 Franken. In den Jahren 2014-2019 stieg die Mitgliedszahl der grössten Sektion folglich von 5261 auf 5419.

In der Sektion Zentralschweiz hingegen sank die Zahl von 3927 Mitgliedern (2015) auf 2675 (2019). Ein Mitgliederschwund von über 1000 in knapp vier Jahren? Nun, die Mitglieder müssen hier eben jedes Jahr bezahlen.

Aber welchen Gegenwert kriegen die SRG-Mitglieder für  ihr Engagement für einen «unabhängigen medialen Service public»? Bitte angurten: Das Heft «Link», welches online frei verfügbar ist und Betriebsführungen. Der Schreibende erinnert sich nicht so gerne an die vielen Besuchergruppen, die in die Redaktionsräume eindrangen und dumme Fragen stellten.

Seltsamerweise finanzierte die SRG die Sektion Zürich Schaffhausen 2019 mit 110‘000 Franken. Die Sektion Ostschweiz mit fast fünfmal weniger Mitgliedern (1118) aber kriegte 285‘000 Franken.  In anderen Worten: Die SRG finanzierte jedes Mitglied aus der Ostschweiz mit über 250 Franken. Da lag dann auch ein Reisli nach Bundesbern drin.

 

 

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