2. Frau von Hans Arp

Wie wird frau berühmt?

Wichtig: Der «Donnschtig-Träff» im Café Stern in Muri (AG) kann heute leider nicht stattfinden. Wegen Corona muss auf das gemütliche Beisammensein verzichtet werden. Dafür findet diesen Donnerstag ein anderer Anlass statt, und zwar der Edit-a-thon von SRF und Ringier. Knapp 100 Journalistinnen werden heute Wikipedia-Artikel schreiben. Nicht über Gurkensalat oder Fencheltee, darüber gibt es schon Einträge.

Die 100 Frauen wollen «Frauen sichtbar machen». Sie beklagen zu Recht: «Die grosse Mehrheit der Wikipedia-Editoren sind männlich. Wer sichtbar ist, kommt weiter.» Viele Personalchefs interessieren sich anscheinend nur für Kandidaten, die einen Wikipedia-Eintrag haben. Also zum Beispiel Herr Gurkensalat.

Die Journalistinnen von SRF und Ringier wollen nun ganz viele Frauen auf Wikipedia verewigen. Die Liste lässt nichts Gutes erahnen. Eigentlich definiert Wikipedia ziemlich brutal, über wen ein Artikel erstellt werden soll oder nicht.

Auf der abzuarbeitenden Liste stehen aber – wen wunderts – eine SRF-Journalistin (Moderatorin Kathrin Hönegger) und eine Ringier-Kolumnistin (Sex-Beraterin Caroline Fux).

Noch unklar sind sich die Frauen, ob für Nadja Schnetzler ein Eintrag geschrieben werden soll. Schnetzler ist «Mitgründerin Republik». Wir finden: auf jeden Fall, aber bitte nicht unter 50‘000 Zeichen. Ungewissheit herrscht ebenfalls bei Denise Bertschi. Die Künstlerin «gewan (sic!) 2020 den Manor Kunstpreis (…)» Auch bei Marguerite Arp Hagenbach sind sich die Journalistinnen noch uneinig. In der Beschreibung steht lediglich «2. Frau von Hans Arp». So gesehen sollte Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder einen speziellen Frauen-Förderer-Wikipedia-Verdienstorden erhalten. Der Womanizer ist fünf Mal zum Traualtar gestolpert und hinterliess eine 1., 2., 3. und 4. «Frau von Gerhard Schröder».

1 reply
  1. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Und was ist mit der Dreinquasslerin vom SRF Club, Barbara Lüthi, die am Montag wieder nach «Gott» dem Theaterstück von Ferdinand von Schirach zu ertragen war? Der Abend wurde von SRF zum Themenabend erklärt und Club konnte nahtlos an das Theaterstück anschliessen, für den Zuschauer ohne die Pinkelpause «10 vor 10». Am Dienstagabend schon wieder Club mit Frau Lüthi, Thema «50 Jahre Tatort», natürlich immer mit «ExpertenInnen und ohne «normale» Tatort Konsumenten. Besonders peinlich war als der ehemalige Tatort-Kommissar Reto Flückiger, Stefan Gubser, drauflos jammern konnte wie schwierig es sei einen Tatort in der Schweiz zu machen weil viele dreinschwatzen. Logische Frage wäre gewesen ob eventuell die Macher einfach «zwenig F….» hätten.

    Wie gute Diskussionssendungen gemacht werden konnte man bei Frank Plasberg «Hart aber fair» auf ARD zum gleichen Thema sehen. Kompetente Leute, mit einem Mann der seine Mutter in den Tod half, kein «Wellnessexperte» aber ein Betroffener der handeln musste und einem Plasberg der wie immer kompetent und unaufgeregt die Diskussionstunde führte!

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