Patrizia Laeri schreibt Bio!

Unsere Traumserie geht weiter!

«Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die grossen Schriftsteller alles Männer sind: Frisch, Schiller, Mozart, Göthe? Als ich ein kleines Mädchen war, habe ich meinen Vater häufig gefragt: «Warum heisst es eigentlich immer der Schriftsteller, der Autor, der Künstler?» Später, in der Schule ist mir das Ungleichgewicht noch stärker aufgefallen. Meine Lehrpersonen hiessen: Herr Kaspar (Mathematik), Herr Lüscher (Französisch), Herr Matilles (Biologie). Wir wissen aber aus der Kognitionsforschung, dass Mädchen vor allem Studienfächer wie Deutsch, Sozialwissenschaften, Pädagogik studieren, weil sie mit anderen nie richtig in Berührung gekommen sind.

Mein Schlüsselmoment war aber, als ich meine Hochschulbücher auf die Strasse stellte und wieder einmal merkte, dass sie alle von Männern geschrieben wurden: Piketty, Klars, Mennes, Liphschyts.

Und so begann ich mit dem ersten Kapitel. Es folgten schnell Kapitel zwei, drei und Nachwort. Wenn alles klappt, kommt «How I became a woMan» im Dezember auf den Markt. Ich will damit auch ein Zeichen setzen: Frauen können Bücher! Im ersten Kapitel habe ich vor allem Fotos zusammengetragen, die in den letzten fünf Jahren von mir gemacht wurden. Klaus Burri und Thomas Helfiger sind meine Lieblingsfotografen. Ihnen verdanke ich verführerische Aufnahmen am Strand von Malibu und Copacabana.

Für Kapitel zwei habe ich die besten «Blick»-Kolumnen ausgewählt. Eigentlich sind die zeitlos. Manchmal lese ich sie zwischen zwei Meetings und muss weinen. Auch meine Enthüllungsgeschichte von der sexuellen SNB ist drin und eine Art Making-of. Da erzähle ich, wie ich die notgeile Schweizerische Nationalbank überlisten konnte und ihre kranke Verhörtechnik («Bewerbungsgespräche») entlarvte.

Im letzten Kapitel gibt es viele Kinderfotos von mir. Ausserdem Kopien meiner Studienabschlüsse. Ich habe ja mit Magnum cum Lauda abgeschlossen und viele angebotene Jobs abgelehnt. Heute bin ich glücklich mit dem, was ich bin und was ich alles geschafft habe.

Ich will jetzt in meiner letzten Lebenshälfte anderen Frauen und Mädchen Mut geben. «Ihr könnt alles, wenn ihr wollt», das sage ich allen. Geplant war, dass ich ab Dezember auf Lesetour gehe. Schauen wir mal, wie sich die Dinge ändern. Eure Patrizia, Autorin.»

5 KOMMENTARE
  1. Simon Bieri
    Simon Bieri says:

    Diese Patrizia Laeri wurde schon immer massiv überschätzt. Attraktiv reicht nicht. Ihr Abgang bei SRF war ein voraussehbarer Rohrkrepierer, denn wer sich mit Zahlen einigermassen auskennt und nur wenig recherchiert, musste wissen, dass CNN Switzerland NIE eine Erfolgstory werden kann.Dann im Juli 2020 noch einen Job als Chefredaktorin anzunehmen, war doch wohl eher dümmlich.

    Jetzt backt Laeri kleine Brötchen. Sie versucht sich erfolglos als Twitter-Ikone, dreht ein Video mit Jolanda Spiess. Da ist der Absturz vorprogrammiert. BEINGFEMALE reicht nicht, mit oder ohne Hashtag!

    Es gibt erfolgreiche Journalistinnen: Tamara Wernli zähle ich dazu. Laeri ist trotz einigen Preisen (Wirtschaftsjournalistin 2019) auf dem absteigenden Ast. Eine zweiwöchentlich erscheinende BLICK-Kolumne mit dem sinnigen Titel AUFBRUCH gilt als Zeilenfüller für die heutige Quotenfrau. Es sind schon andere vom hohen Ross gefallen!

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    • Laura Pitini
      Laura Pitini says:

      Prima Auflistung Her Bieri. Die Kolumne im „Blick“ hat sie noch dank ihrer Freundin Katia Murmann Amirhosseini, der Digitalchefin dieser Zeitung.

      Mit ihr zusammen ist sie auch in einer feministischen Vereinigung, die Frauen auch bei Wikipedia sichtbar machen soll. Man sehe sich mal die völlig gestelzte, überhöhte Inszenierung dieser Frauen auf diesem Portal an. Offenbar braucht es hier eine Kompensation für das mangelnde Selbstwertgefühl.

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  2. Simon Ronner
    Simon Ronner says:

    Freue mich unglaublich auf die Bio dieser hochkompetenten Wirtschaftsfrau!

    Warum sie noch nicht im Direktorium der SNB sitzt oder zumindest als VR-Präsidentin eines Grosskonzerns amtet? Das lässt sich nur mit latenter Frauenfeindlichkeit, systematischer Diskriminierung, toxischer Männlichkeit, Machokultur, oder Inkompetenz der jeweiligen Findungskommissionen erklären.

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