CH Media lässt Mitarbeiter im Ungewissen

CH Media informierte am Donnerstag die Medien mit ihrem «Effizienzprogramm»: Bis Ende 2022 sollen 30 Millionen Franken eingespart werden. Bluten müssen alle. Grund ist für einmal nicht (nur) die Coronakrise und das serbelnde Werbegeschäft. «Die Weiterentwicklung des Bereichs Entertainment erfordern weiterhin hohe Investitionen», heisst es in der Mitteilung. Die im Herbst übernommene Fernsehgruppe 3+ reisst anscheinend noch tiefere Löcher als gedacht.

Im Unterschied zu anderen Medienkonzernen und ihren Sparübungen, lässt CH Media ihre Angestellten im Ungewissen. Die Stimmung auf der Redaktion muss momentan ziemlich mies sein. Auf die Frage hin, wie viele gehen müssen, weiss selbst die Medienstelle keine Antwort. «Der Grund ist, dass wir das noch nicht wissen. Auch die Geschäftsleitung nicht.» Die Geschäftsleitung soll keine Ahnung habe, wie viele Leute ungefähr gehen müssen? Weiss sie immerhin, wie viele Eier sie hat?

 

2 KOMMENTARE
  1. Daniel Huber
    Daniel Huber says:

    Man könnte ja der Geschäftsleitung schätzen helfen. Wie gross sind die Personalkosten in einem Medienhaus in etwa? Zwei Drittel vielleicht? Und was kostet so ein unbequemer Mitarbeiter im Jahr, vielleicht ein guter Hunderter? Würde überschlagsmässig und ganz grob geschätzt 150-200 Stellen ausmachen. Und da die Zitrone schon munter ausgespresst ist und derzeit kaum natürliche Abgänge zu verzeichnen sind, fast ebensoviele Entlassungen. Der Leser und Abonnent wird es sicherlich nicht merken… Aber die Expansion von Watson in die Westschweiz muss ja irgendwie finanziert werden.

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    • Max Beerli
      Max Beerli says:

      Wenig Ahnung aber davon reichlich.

      (1) Effizienzgewinne sind anders möglich als mittels Entlassungen. Prozesse, Schnittstellen, technische Lösungen, Synergien etc. Artikel wie dieser Kommentar sind etwas fragwürdig.

      (2) Watson gehört nicht zu CH Media.

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